Die Schweizer Bischöfe tagten in Einsiedeln

Kritik an Änderungsplänen zum Asylgesetz

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EINSIEDELN, 8. Juni 2006 (ZENIT.org).- Gestern, Mittwoch, ging die dreitägige Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz zu Ende. Im Benediktinerkloster Einsiedeln wurden verschiedene organisatorische Maßnahmen beschlossen. Die Hirten approbierten zudem das Dokument "Kirchliche Begräbnisfeier in den katholischen Bistümern des deutschen Sprachgebiets", in dem entsprechende Richtlinien angeführt werden.



Neuer Generalsekretär, neuer Pressesprecher

Mitte Juli wird Dr. Felix Gmür die Agenden von Dr. Agnell Rickenmann, des bisherigen Generalsekretärs der Bischofskonferenz, übernehmen. Einen Monat später wird auch Mario Galgano sein Amt als Pressesprecher an Walter Müller übergeben.

Neuer Arbeitskreis "Andere Religionen"

Während ihrer 272. Ordentlichen Vollversammlung beschlossen die Bischöfe die Reorganisation des Bereichs "Neue religiöse Bewegungen", der sich in Zukunft ausschließlich mit nicht-kirchliche Bewegungen und Sekten befassen wird. Die kirchlichen Bewegungen und neuen Gemeinschaften werden einer neuen Arbeitsgruppe zugeteilt werden. Zudem wird neben dem bereits bestehenden Arbeitskreis "Islam" der neue Arbeitskreis "Andere Religionen" sowie ein Frauenrat eingerichtet werden.

Kritik am Reformvorhaben zum Asylgesetz

Die Bischöfe bekräftigten erneut ihre ablehnende Haltung gegenüber einem verschärften Asylgesetz, über das die Schweizer Bevölkerung am 24. September 2006 abstimmen wird. Diesbezüglich betonte die Bischofskonferenz, dass die Würde des Menschen sowie die Unterstützung der Mitmenschen im Leben des Christen eine entscheidende Rolle spielten.