Die Sonne Afrikas in der Schweiz

Besuch des nigerianischen Akademikers, Menschenrechtlers und katholischen Priesters Obiora Ike

Luzern, (KiN Schweiz/Fürstentum Liechtenstein) | 296 klicks

Msgr. Obiora Ike aus Nigeria besucht vom 5.-9. April 2014 die Schweiz. Er reist als Gast des Hilfswerks KIRCHE IN NOT in verschiedene Pfarreien, in denen er Gottesdienste und Vorträge hält. In Nigeria wurden im Jahr 2013 über 1000 Menschen Opfer der radikalislamischen Sekte Boko Haram. Trotz dem grossen Leid gibt es in Nigeria nach wie vor eine grosse Glaubensfreude der Christen. Das Hilfswerk unterstützt Projekte in Nigeria jährlich mit rund CHF 800‘000.

Die Radikalisierung der Muslime in Nigeria wurde im Jahr 1999 offensichtlich als in verschiedenen Regionen im Norden des Landes eigenmächtig die Scharia eingeführt wurde. Im Land werden immer wieder Anschlägen auf staatliche Einrichtungen, Kirchen und Christen verübt, um die Ideologie eines rein islamischen Staates mit Gewalt zu verbreiten.

Die meisten gezielten Anschläge weltweit gegen Christen

Im Norden Nigerias leiden die Christen besonders. Seit dem Erstarken der radikalislamischen Sekte Boko Haram, was so viel bedeutet wie  „Westliche Bildung ist Sünde“, kamen in Nigeria mehrere Tausend Menschen ums Leben und Zehntausende wurden verletzt. Dutzende Kirchen wurden angegriffen, zerstört und angezündet. Selbst der Einsatz der Polizei und des Militärs konnte die Situation nicht beruhigen. Msgr. Obiora Ike wird in seinen Predigten und Vorträgen in der Schweiz auf diese dramatische Situation in seinem Heimatland eingehen. Er ist der festen Überzeugung, dass nur durch Gebet und Dialog Frieden geben wird.

Dank der Hilfe durch die Wohltäterinnen und Wohltäter in der Schweiz kann KIRCHE IN NOT der Kirche in Nigeria Geld für den Wiederaufbau zerstörter Kirchen zur Verfügung stellen.

Nigeria – Land der vielen Seminaristen und Schulen

Während im Norden die Situation für die Christen bedrohlich ist – erweist sie sich im Süden für die katholische Kirche als fruchtbar. Es gibt in ganz Nigeria 16 Priesterseminare, in denen über 4000 Seminaristen studieren. Viele junge Menschen wollen das Evangelium dorthin tragen, wo heute Gewalt, Korruption und Verfolgung herrschen.

Im ganzen Land unterhält die katholische Kirche rund 4000 Schulen, die Kindern aller Glaubensrichtungen offen stehen. Im Norden des Landes ist der Schulunterricht für muslimische Kinder kostenlos – christliche Kinder müssen dagegen Schulgeld entrichten.

Das bevölkerungsreichste Land Afrikas

Nigeria ist mit über 150 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Christen und Muslime bilden fast gleich grosse Gruppen. Etwas mehr als 21 Millionen Menschen sind katholisch.

Obiora Ike, 1956 in Gusau/Nordwestnigeria geboren, ist ein römisch-katholischer Geistlicher und Menschenrechtler. Er ist zudem Professor in Sozialethik, Geschichte und Afrikanistik und Präsident des „Club of Rome“ in Nigeria.

Durch seine Studien in Österreich und Deutschland spricht er fliessend Deutsch und fühlt sich dem deutschen Sprach- und Kulturraum eng verbunden. Einer seiner beliebtesten Aussprüche, der seine positive Lebenseinstellung gut beschreibt, lautet: „Wendet euer Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Euch.“

Msgr. Obiora Ike würde sich freuen, Sie persönlich begrüssten zu dürfen.

Spenden mit dem Vermerk «Nigeria» können gerichtet werden an:

KIRCHE IN NOT
Schweiz/Fürstentum Liechtenstein 

Cysatstrasse 6, 6004 Luzern, Telefon 041 410 46 70; Fax 041 410 31 70
E-Mail: mail@kirche-in-not.ch; Internet: www.kirche-in-not.ch; Postkonto 60-17200-9;
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