Die wahre Gottesverehrung zeigt sich im Dienst an den Hilfsbedürftigen

Die Adelholzener Alpenquellen GmbH: Ein Betrieb mit sozialer Ausrichtung im Besitz der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul

| 758 klicks

Von Britta Dörre

ROM, 20. Juni 2012 (ZENIT.org). - Die zu den zehn größten deutschen Mineralbrunnen zählende Adelholzener Alpenquellen GmbH in Chiemgau produziert pro Jahr über 360 Millionen Flaschen unterschiedlicher Mineralwasser und anderer alkoholfreier Erfrischungsgetränke. Seit 1907 gehört der Betrieb mit circa 400 Angestellten der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul.

Die Geschichte der Heilquelle geht auf die Spätantike zurück. Der Legende nach soll der heilige Primus auf göttliches Geheiß die Quelle gefunden haben. Mit ihrem Wasser konnte der Heilige vielen Kranken Abhilfe bei ihren Leiden schaffen. Der heilige Primus soll außerdem gemeinsam mit seinem Bruder Felician eine weitere Quelle gefunden haben, nämlich in Bad Gastein. Die Brüder erlitten der Legende nach unter Kaiser Diokletian 286 nach Christus den Märtyrertod.

Die Besitzer der Adelholzener Quellen, die als die älteste Heilquellen Bayerns gelten, sind bis in das Jahr 959 zurückverfolgbar. Im Gegensatz zu ihren Vorbesitzern wollten die Barmherzigen Schwestern das Heilwasser so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen. 1939 wurde die Primusquelle eine „staatlich anerkannte Heilquelle“.

Die Barmherzigen Schwestern sehen es als ihre Hauptaufgabe an, sich „im Sinne christlicher Nächstenliebe für die Not leidender Menschen einzusetzen“. Sie leben nach den Idealen des heiligen Vinzenz von Paul, der als Begründer der modernen Caritas bezeichnet werden kann und nach dessen Namen sich die Barmherzigen Schwestern Vinzentinerinnen nennen, sowie der heiligen Luise von Marillac, die gemeinsam mit Vinzenz von Paul den Orden der „Filles de la Charité“ gründete. So nutzen die Barmherzigen Schwestern die mit den Produkten der Adelholzener Alpenquellen GmbH erzielten Gewinne für soziale Zwecke. Die Kongregation betreibt allein im Münchener Raum drei Krankenhäuser sowie sechs Alten- und Pflegeheime. „Ihr sollt liebevoll mit dem anderen umgehen und sollt ihn zutiefst achten“ (Luise von Marillac) ist bei der Betreuung alter und pflegebedürftiger Menschen bis heute das Leitmotiv der Barmherzigen Schwestern.

Die Kongregation, deren Mutterhaus sich in München befindet, kümmert sich außerdem um Nichtsesshafte und Bedürftige, die in der Vinzenzstube in München-Berg am Laim und an Wochenenden im Haus Mechtild in der Münchner Innenstadt ein kostenloses Mittagessen zu sich nehmen können. „Das Brot, das du einem Dürftigen reichst, vermag sein Leben nur einen Tag zu fristen. Die Art aber, wie Du es reichst, kann ihm zum ewigen Heil dienen.“ (Vinzenz von Paul)

Die Ordensgemeinschaft gehört mit den anderen Kongregationen der Barmherzigen Schwestern zur Föderation vinzentinischer Gemeinschaften und zur großen Vinzentinischen Familie.