Die Wirtschaftskrise verschont auch den Heiligen Stuhl nicht

Der Vatikan dankt den Wohltätern, die oft anonym bleiben wollen

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VATIKANSTADT, 17. Februar (ZENIT.org). – Am vergangenen Dienstag und Mittwoch fand im Vatikan eine Versammlung des Rats der Kardinäle für organisatorische und ökonomische Probleme des Heiligen Stuhls unter dem Vorsitz von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB statt, wie das Pressezentrum des Heiligen Stuhls verlauten ließ.

Folgende Kardinäle nahmen an der Versammlung teil: Joachim Meisner, Erzbischof von Köln (Deutschland), Antonio María Rouco Varela, Erzbischof von Madrid (Spanien), Norberto Rivera Carrera, Erzbischof von Mexico (Mexico), Wilfrid Fox Napier, O.F.M., Erzbischof von Durban (Südafrika), Juan Luis Cipriani Thorne, Erzbischof von Lima (Peru), Angelo Scola, Erzbischof von Mailand (Italien), George Pell, Erzbischof von Sydney (Australien), Agostino Vallini, Generalvikar Seiner Heiligkeit für die Diözese Rom, Jorge Liberato Urosa Savino, Erzbischof von Caracas (Venezuela), Jean-Pierre Ricard, Erzbischof von Bordeaux (Frankreich), Odilo Pedro Scherer, Erzbischof von São Paulo (Brasilien).

Die Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls wurde von ihrem Vorsitzenden, Msgr. Giuseppe Versaldi, dem Sekretär Msgr. Lucio Ángel Vallejo Balda und vom Generalbuchhalter, Herrn Dr. Stefano Fralleoni, vertreten.

Für das Governatorat der Vatikanstadt und die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls waren anwesend: Msgr. Giuseppe Bertello (Präsident der Päpstlichen Kommission für den Staat Vatikanstadt), Msgr. Giuseppe Sciacca (Generalsekretär des Governatorats der Vatikanstadt), Msgr. Domenico Calcagno und Msgr. Luigi Mistò (Präsident und Sekretär der Güterverwaltung).

Von Kardinalstaatssekretär Bertone wegen ihrer Sachzuständigkeit eingeladen nahmen auch der Generaldirektor von Radio Vatikan, P. Federico Lombardi SJ, und Dr. Alberto Gasbarri, Verwaltungsdirektor, an der Versammlung teil.

Wie bekannt ist, betrifft die Konsolidierung die Organe der Römischen Kurie, die Apostolische Kammer und die Medieneinrichtungen des Heiligen Stuhls, d.h. Radio Vatikan, die vatikanische Druckerei „Tipografia Vaticana“, die Herausgeber des „Osservatore Romano“, das vatikanische Fernsehzentrum und die vatikanische Verlagsbuchhandlung „Libreria Editrice Vaticana“.

Das Governatorat hat eine selbstständige Verwaltung, die von Beiträgen des Heiligen Stuhls unabhängig ist, und deckt durch seine verschiedenen Direktorien die Ausgaben für die territoriale Verwaltung des Staates.

Die Kardinäle äußerten ihr Vertrauen zu den erwarteten Ergebnissen, zeigten jedoch Sorge wegen der allgemeinen Krisensituation, von der auch das Finanzsystem des Vatikans nicht verschont bleibe. Dies gelte besonders für den Heiligen Stuhl, dessen unersetzliche Einnahmequelle die freien Spenden der Gläubigen seien.

Die Mitglieder des Rates äußerten ihren tiefen Dank für die oft anonyme Unterstützung, die das universelle Amt des Heiligen Vaters erhält, und forderten die Gläubigen auf, in diesem guten Werk fortzufahren. Gleichzeitig erkannten sie die Bemühungen, die gemacht wurden, um die Verwaltung der Güter und des Vermögens des Heiligen Stuhls zu optimieren.

[Übersetzung des italienischen Originals von Alexander Wagensommer]