„Dient einander!“: Die Kirche in Österreich begeht am 24. September den „Sonntag der Völker“

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WIEN, 22. September 2006 (ZENIT.org).- Die katholische Kirche in Österreich begeht am Sonntag den früher als „Ausländer-Sonntag“ bekannten „Sonntag der Völker“. Auf diese Weise will die Kirche ein bewusstes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen, Vorurteile gegenüber Ausländern abbauen und um Verständnis für Fremde werben. Der „Sonntag der Völker“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Dient einander!“.



Im Wiener Stephansdom wird nach Angaben der Erzdiözese Wien Christoph Kardinal Schönborn um 10.15 Uhr eine Festmesse zum „Sonntag der Völker“ zelebrieren, zu dem zahlreiche Vertreter der fremdsprachigen Gemeinden erwartet werden. An den Gottesdienst schließt eine Agape auf dem Stephansplatz an.

Im Mariendom in Linz steht um 10.00 Uhr ein Festgottesdienst mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz auf dem Programm. Anschließend wird auf dem Linzer Domplatz ein „Fest der Völker“ gefeiert. In St. Pölten gibt es um 10.00 Uhr einen zweisprachigen Gottesdienst in Deutsch und Kroatisch in der Franziskanerkirche.

In der Erzdiözese Salzburg wird der „Tag der Völker“ mit einem zweisprachigen Gottesdienst in Kroatisch und Deutsch in Radstadt um 10.00 Uhr begangen.

Im Klagenfurter Dom wird der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz um 11.30 Uhr mit allen in Kärnten vertretenen ausländischen Gemeinschaften eine Heilige Messe feiern, auf die eine Begegnung auf dem Domplatz folgt. In der Diözese Graz-Seckau wird der „Tag der Völker“ mit einem Gottesdienst um 9.30 Uhr mit den fremdsprachigen Gruppen in der Grazer Pfarre Sankt Leonhard begangen. Anschließend gibt es eine Agape und ein kulturelles Programm auf dem Kirchenplatz.

In der Diözese Feldkirch findet in Dornbirn um 10.00 Uhr ein mehrsprachiger Gottesdienst mit Diözesanbischof Elmar Fischer und anschließendem „Fest der Begegnung“ statt.

Der Wiener Weihbischof Franz Scharl, der „Bischofsvikar für die anderssprachigen Gemeinden“ in der Erzdiözese Wien, wies gegenüber „Kathpress“ auf die Bedeutung des „Sonntags der Völker“ hin. Die verschiedenen Völker seien Ausdruck der „Vielfalt der Schöpfung Gottes“; ein großer „Reichtum“, der zugleich eine Herausforderung bedeute. Der „Sonntag der Völker“ sei eine „große Chance“, ein „weites Herz und ein weites Denken“ zu lernen.

Schätzungen zufolge besitzt rund jeder fünfte Wiener Katholik eine andere Muttersprache als Deutsch.