Diözese Eichstätt erneuert Marienweihe

Pontifikalgottesdienst am 16. Juli mit Bischof Hanke

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EICHSTÄTT, 14. Juli 2009 (ZENIT.org).- Bischof Gregor Maria Hanke wird am 16. Juli ihm Rahmen eines Pontifikalgottesdienstes im Ingolstädter Liebfrauenmünster (Beginn: 19.00 Uhr) die Marienweihe des Bistums Eichstätt erneuern. Vor dem Gnadenbild der „Dreimal Wunderbaren Mutter“ wird der Hirte die Menschen in der gesamten Diözese mit ihren Anliegen, ihren Sorgen und Nöten dem Schutz und der Fürsprache Marias anvertrauen.



In dem Weihegebet wird die Mutter Jesu besonders um ihren Schutz für Kinder und Jugendliche, Volk und Vaterland, die Kirche und ihre Anliegen sowie für alle Notleidenden und Kranken, alle Einsamen und Verzweifelten angerufen. Die Menschen benötigten die Hilfe der Gottesmutter in einer Zeit, in der sie von Hass und Streit, Gewalt und Krieg, Terror und Unterdrückung, Habgier und Genusssucht, von der Missachtung des menschlichen Lebens und der menschlichen Würde bedroht seien, heißt es in dem Weihegebet.

Drei symbolische Gaben an Maria werden das Anliegen der Marienweihe bekräftigen: Mit einer Stiftskerze werden sich Bischof und Diözese in die Schar derer einreihen, die Tag für Tag vor dem Gnadenbild in einer Seitenkapelle des Münsters eine Kerze entzünden. Eine Votivtafel stellt im Ikonenstil das Motiv der Dreimal Wunderbaren Mutter dar, die sich schützend über den Eichstätter Dom und die namentlich aufgeführten Dekanate und damit das gesamte Bistum neigt. Die Tafel soll neben anderen Votivtafeln in der Seitenkapelle des Münsters angebracht werden. Mit neuer lateinischer Inschrift wird die Votivlampe vor dem Marienbild ausgestattet. Sie besagt, dass sich der Bischof mit der ihm anvertrauten Diözese unter den Schutz der Mutter Jesu Christi stellt. Nach dem Schlusssegen wird dann die Feier im weltlichen Rahmen bei einer Begegnung im Canisiuskonvikt fortgesetzt.

Das Marienbild der Dreimal Wunderbaren Mutter hat in der Frömmigkeitsgeschichte des Bistums Eichstätt besondere Bedeutung. Das wird schon daran deutlich, dass es seit 1952 als einziges Bildmotiv in jeder Ausgabe des diözesanen Gebet- und Gesangsbuches „Gotteslob“ enthalten ist. Das Bild geht auf die Mariendarstellung „Salus populi Romani“ (Heil des römischen Volkes) in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom zurück. 1571 gelangte die Nachbildung nach Ingolstadt in das Jesuitenkolleg. Nach einer Vision 1604 beim Singen der Lauretanischen Litanei ließ Jesuitenpater Jacob Rem die Anrufung „Wunderbare Mutter“ stets dreimal beten. So entstand der Titel des Gnadenbildes „Mater ter admirabilis – Dreimal Wunderbare Mutter“. In der Aufklärungszeit verschwand das Bild. Seit der Wiederauffindung 1881 wird es in der Münsterkirche „Zur Schönen Unserer Lieben Frau“ in Ingolstadt verehrt.