Dokument von Aparecida, Meilenstein für die Zukunft Lateinamerikas

Geschäftsführer der Bischöflichen Aktion ADVENIAT nimmt an CELAM-Vollversammlung auf Kuba teil

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HAVANNA/ESSEN, 12. Juli 2007 (ZENIT.org).- „Das Dokument greift die wichtigen Probleme der postmodernen Gesellschaft in Lateinamerika auf und stellt sich den Fragen der Zeit“, erklärte Prälat Bernd Klaschka, Geschäftsführer der Bischöflichen Aktion ADVENIAT, mit Blick auf das vom Papst autorisierte Schlussdokument der Fünften Generalversammlung der Lateinamerikanischen Bischöfe, das am Dienstag im Rahmen der Vollversammlung des Lateinamerikanischen Bischofsrates („Consejo Episcopal Latinoamericano“, CELAM) in Havanna (Kuba) offiziell vorgestellt wurde.



Die Kirche in Lateinamerika und der Karibik habe die „Option für die Armen“ entschieden gestärkt und stelle besonders die Rechte der indianischen und afroamerikanischen Völker heraus. „In aller Deutlichkeit sprechen sich die Bischöfe gegen eine rein auf Konsum ausgerichtete Globalisierung aus. Sie fordern die Verantwortungsträger in Wirtschaft und Politik dazu auf, die Ursachen für Armut, Verelendung und Migration zu beheben und Korruption, Drogenhandel und Gewalt zu bekämpfen.“ Um eine Antwort auf den Mitgliederschwund und den Zulauf evangelikaler Sekten zu geben, hätten sich die Kirchenvertreter außerdem auf eine „große kontinentale Mission“ verständigt.

Wegweisend seien die im 120-seitigen so genannten „Dokument von Aparecida“ (Brasilien) formulierten Beschlüsse auch im Hinblick auf die zukünftige Arbeit von ADVENIAT, des größten Lateinamerika-Hilfswerk Europas. Sie dienten als Grundlage, um adäquat über die eingereichten Projektanträge entscheiden zu können. Wesentliche Veränderungen in der Projektpolitik werde es nicht geben, fügte Prälat Klaschka hinzu, der an der CELAM-Vollevrsammlung auf Kuba teilnimmt. „Das Dokument von Aparecida bestärkt ADVENIAT darin, seinen pastoralen Grundsätzen treu zu bleiben. Es ist uns Bestätigung und Ansporn zugleich.“

Über Dom Raymundo Damasceno Assis, Erzbischof von Aparecida, der in Havanna zum neuen CELAM-Vorsitzenden gewählt worden ist, erklärte Prälat Klaschka: „Bei ADVENIAT kennen und schätzen wir Dom Raymundo Damasceno Assis als verlässlichen Partner in Lateinamerika. Als ehemaliger Generalsekretär des CELAM wird er die Beschlüsse aus Aparecida im Hinblick auf die kontinentale Mission, die Hilfe für die Jugend sowie die Option für die Armen fortführen. Dom Raymundo Damasceno Assis ist nicht nur ein guter Zuhörer für die Nöte der Menschen. Er setzt immer wieder auch Impulse, die Gespräche voranbringen.“

Das Hilfswerk der deutschen Katholiken für die Kirche in Lateinamerika wurde 1961 gegründet. Jedes Jahr fördert es rund 4.000 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 40 Millionen Euro, die armen, verfolgten und vernachlässigten Menschen zu einem menschengerechteren Leben verhelfen.