Dominikaner in TV-Dokumentarfilmreihe über sechs große Orden

„Te Deum - Himmel auf Erden"

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ROM, 27. November 2008 (ZENIT.org).- Der vierte Teil einer sechsteiligen Dokumentationsreihe des deutschen Fernsehsenders 3Sat „Te Deum - Himmel auf Erden" widmet sich heute den Dominikanern.

Die Fernsehreihe beschreibt die Bedeutung der sechs wichtigsten und größten Orden der katholischen Kirche: Benediktiner, Zisterzienser, Franziskaner, Augustiner, Dominikaner und Jesuiten. Dabei stehen die Geschichte der Orden, ihre Bedeutung für die Entwicklung der europäischen Kultur und ihre Präsenz in der heutigen Gesellschaft im Vordergrund (Zenit berichtete).

Anfang des 13. Jahrhunderts toben geistige und weltliche Machtkämpfe in Europa. Häresie bedroht die Kirche: Katharer und Waldenser haben großen Zulauf, während die Kirche um Bestandssicherung kämpft. In dieser Zeit werden die Dominikaner gegründet, und Bekämpfung der Häresie machen sie sich zu ihrer Aufgabe. Dort, wo andere versagt haben, sollen sie das Kreuz neu aufrichten: Sie werden zur Speerspitze der Inquisition. Ein zweischneidiges Schwert, dem auch Dominikaner wie Giordano Bruno und der strenge Girolamo Savonarola zum Opfer fielen. Doch das ist nur die eine Seite. Strenger Glaube und Wissenschaft sind die zwei Pole, zwischen denen sich der Orden bewegt. Kunst und Wissenschaft befinden sich im Aufbruch - und die Dominikaner haben Anteil an dieser Entwicklung.

Albertus Magnus, Patron der Naturwissenschaften, und Thomas von Aquin sind wahrscheinlich die bekanntesten Theologen und Wissenschaftler des Ordens. Noch heute sind die Dominikaner politisch engagiert. Sie sind bei den Vereinten Nationen ebenso zu Hause wie in der Wissenschaft und der Seelsorge vor Ort. Gerechtigkeit für die Menschen gehört zu ihren Prioritäten.

Die Dokumentationsreihe beschreibt die kultur- und religionsgeschichtliche Bedeutung der sechs wichtigsten und größten Orden der christlichen Kirche. Sie erklärt die Unterschiede zwischen den einzelnen Orden und versucht, die breite Auffächerung ihrer Traditionen und ihrer Gemeinsamkeiten einzuordnen und zu interpretieren.

Am kommenden Donnerstag, dem 4. Dezember, geht es dann um 20.15 Uhr um die Augustiner.