Dominikanische Republik: Verfassungsmäige Verankerung der Ehe

Bund zwischen Mann und Frau

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SANTO DOMINGO, Dominikanische Republik, 12. Juni 2009 (ZENIT.org).- Die Kongressabgeordneten der Dominikanischen Republik haben einen Gesetzesartikel verabschiedet, in dem die Ehe zwischen Mann und Frau festgeschrieben ist. Die Möglichkeit einer Ehe zwischen zwei Frauen oder zwei Männern haben sie damit ausgeschlossen.

Am Mittwoch bekräftigten die Politiker, die an einer Verfassungsreform arbeiten, dass es sich nur bei einer Verbindung von Mann und Frau um eine Ehe handelt. Außerdem lehnten 106 der 108 Mitglieder des zuständigen Ausschusses einen Verfassungszusatz ab, nach dem kirchlich geschlossene Ehen automatisch zivilrechtlich anerkannt worden wären.

In der Dominikanischen Republik verfügt die katholische Kirche seit der Unterzeichnung des Konkordats im Jahr 1954 über die Amtsgewalt, Eheschließungen vorzunehmen. Rund 89 prozent der Gesamtbevölkerung ist katholisch.

Die Gesetzgeber sprachen sich zudem dafür aus, dass alle verheirateten Frauen und ihre Kinder das Recht bekommen, Eigentum zu erben. In dem betreffenden Gesetzesvorschlag heißt es, dass ein Mann und eine Frau dadurch, dass sie heiraten und eine Familie gründen, sich in Bezug auf ihre persönlichen Beziehungen und Eigentumsfragen in Übereinstimmung mit dem Gesetz gewissermaßen „Rechte und Pflichten schaffen“.

Darüber hinaus wurde festgehalten, dass die Rechte und Pflichten von Männern und Frauen, die eine Familie gründen, gleich seien und dass das Wohl der Familie unantastbar sei.