Domkapitular Stephan Burger zum Bischof des Erzbistums Freiburg geweiht

Bisheriger Offizial des Erzbistums und Domkapitular folgt Erzbischof Dr. Robert Zollitsch nach

Bonn, (DBK PM) | 376 klicks

Domkapitular Stephan Burger ist heute (29. Juni 2014) im Freiburger Münster zum Bischof des Erzbistums Freiburg geweiht worden, nachdem Papst Franziskus ihn am 30. Mai 2014 ernannt hat. Der bisherige Offizial des Erzbistums und Domkapitular folgt damit Erzbischof Dr. Robert Zollitsch nach. Mit Wirkung vom 17. September 2013 hatte Papst Franziskus den altersgemäßen Rücktritt Erzbischof Zollitschs angenommen und ihn bis zum Amtsantritt eines neuen Erzbischofs zum Apostolischen Administrator des Erzbistums Freiburg ernannt. 

In seinem Grußwort hieß der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof Burger im Kreis der Bischöfe und in der Konferenz willkommen: „Die Bischofskonferenz hat im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils die Aufgabe, die Kollegialität in der Kirche zu stärken. Das ist ein Auftrag und eine Einladung zum aktiven Mitwirken.“ Kardinal Marx griff den Wahlspruch ‚Christus in den Herzen‘ (Eph 3,17) des neuen Freiburger Erzbischofs auf. „Er zeigt damit, worauf es im priesterlichen und bischöflichen Wirken, aber auch für uns alle im Glauben ankommt: Es geht um Christus und die Kirche. Diesen Christus, von dem Paulus spricht, sollen wir in den Herzen tragen“, so Kardinal Marx. „Das möchte der neugeweihte Erzbischof von Freiburg und das wünschen wir ihm von Herzen.“ 

Kardinal Marx erhofft sich für Erzbischof Burger, dass er den Gläubigen ein guter Bischof und Hirte, Priester und Seelsorger sein könne. Infolge seiner langjährigen Tätigkeit als Pfarrer und Offizial kenne Erzbischof Burger das Erzbistum bereits gut, in dem sich traditionsbewährter Glaube und badische Liberalität verbänden. „Für den vor Ihnen liegenden Weg wünsche ich Ihnen die nötige Kraft und Entschiedenheit und viele gute Wegbegleiter", sagte Kardinal Marx. Er würdigte die Bedeutung der Stadt Freiburg für die katholische Kirche in Deutschland, durch die Theologische Fakultät und das Zentrum für Berufungspastoral sowie die weltweit bekannte Tätigkeit des Deutschen Caritasverbandes und von Caritas international. 

Kardinal Marx erinnerte auch an die in den vergangenen Jahren sehr enge Verbindung des Erzbistums mit der Deutschen Bischofskonferenz und würdigte seinen Amtsvorgänger: „In dieser Stunde sind wir Erzbischof Robert Zollitsch sehr dankbar für seinen unermüdlichen Dienst im Erzbistum, aber auch – als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Lieber Robert, in diesem Augenblick des Stabwechsels im Erzbistum Freiburg sage ich Dir noch einmal einen von Herzen kommenden Dank!“ Im März 2014 haben die deutschen Bischöfe Kardinal Reinhard Marx zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und Nachfolger Zollitschs in dieser Funktion gewählt. 

Stephan Burger wurde am 29. April 1962 in Freiburg geboren. Im Anschluss an das Studium der Philosophie und Theologie in Freiburg und München weihte ihn Erzbischof Dr. Oskar Saier 1990 zum Priester. Stephan Burger wurde Vikar in Tauberbischofsheim und Pforzheim und 1995 Pfarrer der Gemeinde St. Mauritius in St. Leon-Rot im Süden des Rhein-Neckar-Kreises. Nach einem Aufbaustudium am Kanonischen Institut Münster (2004 – 2006), das er mit dem Lizentiat im Kanonischen Recht abschloss, wurde Burger am Offizialat des Erzbistums Freiburg tätig, zunächst als ‚Defensor vinculi‘ (Bandverteidiger) und ‚Promotor iustitiae‘ (Kirchenanwalt), seit dem 1. September 2007 als Offizial.