Don Georg Preca (1880-1962)

Heiliger und zweiter Apostel Maltas

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 368 klicks

Georg Preca wurde am 12. Februar 1880 in Valletta auf Malta geboren. Er wuchs in einer tief religiösen Familie auf. Nach dem Besuch des Gymnasiums trat er in Hamrun in das Priesterseminar ein. Als er Diakon war, erkrankte er so schwer, dass keinerlei Hoffnung auf Genesung des jungen Mannes bestand. Auf eine an den heiligen Josef gerichtete Fürbitte hin gesundete er wider Erwarten und konnte am 22. Dezember 1906 die Priesterweihe empfangen. Schon als Seminarist war ihm prophezeit worden: „Georg, wenn du erwachsen bist, werden sich viele Gottesfürchtige dir anschließen. Du wirst für sie und sie werden für dich ein Segen sein.“

Georg hegte den Wunsch, den Glauben zu verbreiten und ihn vor allem den jungen Menschen zu vermitteln. Er bildete deshalb junge Menschen aus, die wiederum den christlichen Glauben vermitteln sollten. Zu Georgs besonderen Vertrauten wurde bald Eugenio Borg, der damals Werftarbeiter war und mit dem er viele geistige Gespräche führte. 1907 gründete er in Hamrun die „Gesellschaft der Christlichen Lehre“, deren erster Generaloberer Eugenio Borg wurde. Der Wahlspruch der Gesellschaft lautet „M.U.S.E.U.M. - Magister Utinam Sequator Evangelium Universus Mundus“ (Herr, möge die ganze Welt nach dem Evangelium leben!). Die Gesellschaft wurde am 12. April 1932 mit Statuten vom Bischof von Malta anerkannt. 1910 erfolgte auch die Gründung eines weiblichen Zweigs. „Don Georg war ein Pionier im Bereich der Katechese und der Förderung der Rolle von Laiengläubigen im Apostolat, das vom Konzil dann besonders ins Licht gerückt wurde. Don Georg wurde für Malta gleichsam ein zweiter Vater im Glauben. Demütig und bescheiden nutzte er in vollkommener Weise seine Talente des Geistes und des Herzens, die Gott ihm geschenkt hatte“, wie Papst Johannes Paul II. während der Seligsprechung am 9. Juni 2001 auf Malta erklärte.

Georg Preca starb am 26. Juli 1962 in der Pfarre Santa Venera auf Malta. Seine Gebeine ruhen im Mutterhaus der Gesellschaft in Blata l-Bajda. Am 3. Juni 2007 wurde er von Benedikt XVI. heiliggesprochen. Benedikt XVI. beschrieb ihn mit den Worten: „Er war ein Priester, der sich ganz der Evangelisierung widmete: durch seine Predigten, seine Schriften, die geistliche Leitung, die Spendung der Sakramente und vor allem durch das Vorbild seines Lebens. … Als tief priesterliche und mystische Seele lebte er in brennender Liebe zu Gott, zu Jesus, der Jungfrau Maria und den Heiligen.“