Doppeljubiläum: 20 Jahre Immanuel Lobpreiswerkstatt

Phänomen 10 Jahre Lobpreiskonzert

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RAVENSBURG, 30. Oktober 2009 (ZENIT.org) -  - „Gotteslob in der Fußball-Pause“ – „Oberschwabenhalle als Kirche“. So und ähnlich lauteten die Überschriften der Berichte über ein Phänomen, das seit zehn Jahren Christen aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz drei Mal im Jahr in den Raum Ravensburg zieht: Die Lobpreiskonzerte der Immanuel Lobpreiswerkstatt sind zum Treffpunkt für sie geworden. Das dreistündige Gotteslob über Konfessionsgrenzen hinweg ist eindrucksvoll, ermutigend und berührend zugleich.

Am 8. November geht das nächste Konzert der  Gemeinschaft Immanuel, einer katholischen Laiengemeinschaft, die sich für die Evangelisierung, die Förderung der Einheit unter den Christen und die Erneuerung von Kirche und Gesellschaft einsetzt, in der Oberschwabenhalle über die Bühne, bei dem zugleich ein Doppeljubiläum gefeiert wird: 20 Jahre Immanuel Lobpreiswerkstatt, 10 Jahre Lobpreiskonzerte.

„1999 hätten wir uns das nie vorstellen können, jetzt sind wir selber immer wieder neu begeistert von dem Phänomen Lobpreiskonzert.“ Matthias Schyra, Leiter der Lobpreiswerkstatt, staunt selber über die anhaltende Resonanz zu den Konzerten mit dem Motto „Gott suchen – begegnen – erleben“.

Vor zehn Jahren starteten die Konzerte mit etwa 300 Besuchern im Zentrum der Gemeinschaft. Wegen des Ansturms wechselte man 2002 in die Halle im nahen Wetzisreute. Hier folgte der überregionale Durchbruch. Doch zu Ostern war selbst diese Halle für die mehr als 1.500 Gäste zu klein. Deshalb hat man 2005 den Schritt in die Oberschwabenhalle gewagt. Und bis zu 2.500 Besucher folgen der Einladung.

Besonderer Gast ist der bekannte christliche Interpret Albert Frey. Die Lieder des Songwriters und Musikproduzenten, der bis Mitte 2006 in Weingarten wohnte, wurden auf zahlreichen CDs veröffentlicht und werden in vielen christlichen Gemeinden im deutschsprachigen Raum gesungen. Frey war viele Jahre Mitglied der Gemeinschaft Immanuel Ravensburg und hat maßgeblich zum Aufbau der Immanuel Lobpreiswerkstatt sowie der Lobpreiskonzerte beigetragen.

Ganz bewusst ist der Abend nicht nur ein Konzert zum Zuhören, sondern eine gemeinsame Feier, bei der die Freude über den auferstandenen Herrn durch die Musik und die Liedtexte lebendig werden: Das Gotteslob erschallt aus mehreren tausend Kehlen. Mit ihren Liedern und Texten spricht die Band alle Generationen an: Familien mit Kindern finden sich unter dem begeistert mitklatschenden und mitsingenden oder tanzenden Publikum ebenso wie Jugendliche, junge Erwachsene, Ordensleute und Senioren.

Diese Aspekte kennzeichnen das Phänomen Lobpreiskonzert ebenso wie die Tatsache, dass obwohl der Eintritt frei ist, bislang übers Jahr gesehen die Kosten für die Konzerte über die Kollekten des Abends sowie Spenden gedeckt werden konnten.

Matthias Schyra betont jedoch: „Das Eigentliche des Phänomens ist sicher eine Frucht des Lobpreises: In der Anbetung fällt es leicht, auf die Gemeinsamkeiten zu sehen, denn zusammen beten die Christen aller Konfessionen denselben Gott an. Theologische Unterschiede verschwinden damit natürlich nicht, aber der Blick öffnet sich auf das Wesentliche.“

Aus dem „Verein Christliches Jugendzentrum Ravensburg“, der 1983 seine Arbeit aufnahm, wurde 1988 die Gemeinschaft „Immanuel“. 1993 wurde sie vom damaligen Diözesanbischof Dr. Walter Kasper als katholische Laiengemeinschaft anerkannt. (vgl. ZENIT vom 9. Mai 2008)

Weitere Infos bei der Gemeinschaft Immanuel Ravensburg e.V.: Tel. 0751/36 36 30.