Dött: Endzeitszenarien sind fehl am Platz

Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU) warnt vor Panikmache

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KÖLN, 15. Dezember 2011 (ZENIT.org). - Die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Marie-Luise Dött, MdB, hat angesichts der Finanz- und Schuldenkrise vor übertrieben negativer Berichterstattung der Medien gewarnt. In einem Gastkommentar für die „Deutsche Handwerkszeitung“ (Ausgabe vom 15. Dezember 2011) schreibt Dött: „Die selbst ernannten Propheten des Untergangs täten gut daran, rhetorisch abzurüsten.“

Es sei zutreffend, dass Europa in einer großen Krise stecke. Dennoch seien Endzeitszenarien fehl am Platz. „Sie gaukeln uns vor, dass ohnehin nichts mehr zu retten ist und nur noch Raum ist für ein einziges Gefühl: Angst. Doch Angst droht jene Eigeninitiative zu ersticken, deren Bedeutung die christliche Soziallehre so vehement betont und von der die soziale Marktwirtschaft lebt“, erklärte die Bundestagsabgeordnete.

Dött betonte, dass der deutsche Mittelstand sogar in der Krise auf einem stabilen Fundament gestanden und seine Eigenkapitalquote stetig verbessert habe. „Mut machen sollte auch der Arbeitsmarkt“, schreibt Dött. Die Zahl der Erwerbslosen sei in Deutschland im November noch einmal auf ein Rekordtief gesunken. „Die deutsche Wirtschaft wächst, der Export funktioniert. Wer engagierte Mitarbeiter hat, kann zuversichtlich sein, Chancen zu nutzen“, erläutert Dött.

Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 300 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.