Dött: Mittelstand ist Bollwerk gegen Vertrauensverlust der Sozialen Marktwirtschaft

Positive Rolle des Mittelstandes in der Krise

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KÖLN, 7.  Feburar 2012 (ZENIT.org/BKU*). - Die Vorsitzende des Bundes Katholischer Unternehmer (BKU), Marie-Luise Dött, MdB, hat die positive Rolle des Mittelstands in der Krise gelobt. „Mittelständler und Familienunternehmen leben die Werte der Sozialen Marktwirtschaft und sind ein Bollwerk gegen die Erosion des Vertrauens in unser Wirtschaftssystem“, erklärte Dött vor dem Hintergrund einer jetzt veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Forsa“ im Auftrag des „stern“ (Nr. 6, vom 2.2.2012)

Die repräsentative Erhebung zum Vertrauen der Deutschen in gesellschaftliche Institutionen ergab, dass der eigene Arbeitgeber bei 81 Prozent der Befragten hohes Vertrauen genießt, während nahezu alle Institutionen unter einem erheblichen Ansehensverlust leiden. „Dieses Resultat ist eine eindrucksvolle Bestätigung für die mittelständisch geprägte deutsche Wirtschaft. Die guten Noten für den Mittelstand sind umso wichtiger, als die Zustimmung zur Sozialen Marktwirtschaft in den vergangenen Jahren stetig abgenommen hat. In mittelständischen Betrieben herrscht eine Kultur des Miteinanders von Unternehmensführung und Belegschaft. Sie genießen in der Bevölkerung zu Recht hohes Ansehen“, sagte Dött.

In der Umfrage des Magazins „Stern“ belegen Manager nur hintere Plätze: Ihnen vertrauen lediglich 18 Prozent der Befragten. Noch schlechter als Manager allgemein schnitten die Chefs von Großkonzernen ab: Den Konzernlenkern sprachen gerade einmal 15 Prozent der Befragten ihr Vertrauen aus.

Der BKU beobachtet diesen Befund mit Sorge. Dött hob hervor, dass große und kapitalmarktorientierte Unternehmen aus einer freien globalisierten Wirtschaftsordnung nicht weg zu denken sind. „Es ist unbestritten, dass sie einen großen Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlstand leisten können. Auch in solchen Unternehmen ist verantwortliches Unternehmertum nicht nur möglich, sondern es wird in sehr vielen Fällen praktiziert“, betonte die BKU-Vorsitzende.

*Der BKU: Dem 1949 gegründeten BKU gehören rund 1 200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.

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