Dr. Heiner Koch als Bischof von Dresden-Meißen ins Amt eingeführt

Erzbischof Zollitsch: Aufmerksamer Zuhörer, konstruktiver Einmischer und verlässlicher Brückenbauer

Bonn, (ZENIT.orgDBK PM) | 771 klicks

Der bisherige Weihbischof in Köln, Dr. Heiner Koch, ist gestern als neuer Bischof des Bistums Dresden-Meißen ins Amt eingeführt worden. Nach rund einem Jahr Vakanz ist Koch damit Nachfolger von Bischof Dr. Joachim Reinelt, der die Geschicke des Bistums 24 Jahre lang leitete. Während des Festgottesdienstes im Dresdner Dom hob der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, die „vielfältige pastorale Erfahrung und höchste theologische Kompetenz“ des 58-jährigen Koch hervor.

„Dein Bischofssitz liegt an der Elbe, die viele Städte und Regionen miteinander verbindet. Verbundenheit mit der Kirche und den Gläubigen, so unterschiedlich sie auch sein mögen – das ist eines Deiner Spezialgebiete“, sagte Erzbischof Zollitsch und nannte in diesem Zusammenhang das vielfältige Engagement Kochs auch im Bereich der Seelsorge für deutschsprachige Katholiken im Ausland. „Diese herrliche Dresdner Kathedrale ist zwar etwas kleiner als der Kölner Dom, der Dir lange Zeit Heimat war. Aber es lebt sich hier an der Elbe sehr gut“, so Zollitsch, der an die Eröffnung des ökumenischen Jahres der Bibel im Jahr 2003 und an die Pastoralsynode der Bistümer in der ehemaligen DDR erinnerte. „Von Dresden gingen und gehen kräftige Glaubensimpulse und Glaubenszeugnisse aus, die in unser Land hineinwirken.“

Erzbischof Zollitsch dankte Altbischof Joachim Reinelt und Diözesanadministrator Michael Bautz „für ihr aufmerksames und den Menschen zugewandtes Wirken“. Kochs neuer Wirkungsort sei zwar weniger katholisch geprägt als das Rheinland, „aber ich bin fest davon überzeugt und konnte es so schon häufiger erleben: Hier ist eine lebendige Diaspora, in der die Gläubigen zu ihrer Kirche und ihrem Glauben stehen, in der ‚Zusammenhalt und Einsatzfreude‘ groß geschrieben werden, wie Du es selbst formuliert hast“, sagte Zollitsch.

Der Jugend sei Bischof Koch besonders verbunden, da er drei Jahre lang als Generalsekretär des XX. Weltjugendtages in Köln gewirkt habe. „Mit großem Geschick und unermüdlichem Eifer gelang es Dir, dieses Mammutereignis unserer katholischen Kirche in Deutschland mit einem guten Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stemmen“, so Zollitsch.

Erzbischof Zollitsch machte seinem Mitbruder Mut für die vor ihm liegenden Aufgaben: „Mische Dich ein in die Fragen einer wachsenden Kirche hier im Bistum Dresden-Meißen. Mische Dich ein bei den Fragen und Herausforderungen, die auf Dich zukommen werden. Mische Dich ein in die Debatten, die Kirche und Gesellschaft prägen! Ich bin mir sicher: Einen aufmerksamen Zuhörer, einen konstruktiven Einmischer und verlässlichen Brückenbauer wie Dich, werden die Menschen hier gerne als ihren Bischof haben.“