DR Kongo: Junger Jesuit am Stadtrand von Kinshasa erschossen

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KINSHASA, 13. Dezember 2010 (ZENIT.org).- Ein Seminarist des Jesuitenordens wurde am vergangenen Sonntag am Stadtrand von Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, getötet.

Wie Radio Vatikan berichtete, kam der gebürtige Togolese Nicolas Eklou Kolma vor zwei Monaten nach Kimwenza, um seine Ausbildung fortzusetzen.

Als er sich am 5. Dezember mit zwei anderen Jesuiten auf dem Heimweg befand, wurde die Gruppe gegen elf Uhr abends von einem bewaffneten Mann in militärischer Kleidung und mit verhülltem Gesicht auf Lingala angesprochen.

Als der Bewaffnete ihre Antworten auf Französisch nicht verstand, begann er sie zu bedrohen. Er zwang sie, niederzuknien und die Hände hochzuhalten.

Danach nötigte er den jungen Jesuiten ein wenig vorauszugehen und schoss fünfmal auf ihn, wie die anderen beiden Jesuiten der Polizei berichteten.

Der Leichnam von Nicolas Eklou Kolma wurde anschließend ins Krankenhaus von Monkole überführt, das von Opus Dei geleitet wird.

Nicolas Eklou Kolma wurde 1985 in Togo geboren. Er trat der Gesellschaft Jesu am 7. Oktober 2008 bei. Am 2. Oktober dieses Jahres hatte er seine ersten Gelübde abgelegt.

Seine Beerdigung fand am Samstag in der Kirche „heilige Maria" von Kimwenza statt und seine Überreste wurden auf dem „heiligen Petrus Canisius" Friedhof in Kimwenza beigesetzt.

Erst vor einigen Woche war ein Priester im Kongo getötet worden: Am 8. November ermordeten zwei bewaffnete Männer in Militäruniform in Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo den Priester Christian Bakulene, Pfarrer der Gemeinde des hl. Johannes dem Täufer in Kanyabayonga.