Dramatische Versorgungslage: Bereits 58.000 Tschad-Flüchtlinge in Kamerun

Caritas ruft zu Spenden auf

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FREIBURG/YAOUNDÉ, 8. Februar 2008 (ZENIT.org).- Aufgrund der täglich größer werdenden Flüchtlingsströme aus dem Tschad in Richtung Kamerun entsendet Caritas heute ein fünfköpfiges Nothilfe-Team in den Norden des afrikanischen Landes (Regionen Maroua-Moloko und Kousseri).

Die internationalen Experten werden die rund 400 Mitarbeiter und Freiwilligen der Caritas Kamerun bei der Organisation ihres Einsatzes in der Region unterstützen. Unter anderem soll ein Krisenzentrum eingerichtet werden. Zusätzlich wird morgen, Samstag, von Frankreich aus ein Hilfsgüterflug nach Kamerun starten.

Nach Angaben der Caritas befinden sich derzeit bereits rund 58.000 Tschad-Flüchtlinge in Kamerun. Aufgrund der instabilen Lage werden weitere Vertriebene erwartet. Bislang haben die Kirchengemeinden der Region Kousseri 7.000 Flüchtlinge in katholischen Schulen und Kliniken untergebracht. Die örtlichen Behörden wollen ein offizielles Flüchtlingslager 33 Kilometer außerhalb von Kousseri einrichten.

Aufgrund der schlechten Versorgungslage im Norden Kameruns hält die lokale Caritas den Import von Hilfsgütern aus anderen Regionen für unumgänglich. Bereits jetzt sind die Preise für Lebensmittel in der betroffenen Region aufgrund des Zustroms von tschadischen Flüchtlingen dramatisch gestiegen. Das normale Leben in der Region ist weitgehend zum Erliegen gekommen.

Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden auf (Stichwort "Tschad"):

Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de