Drehbuchautorin des neuen Maria-Musicals: Mutterherz half bei den Arbeiten

Uraufführung von „Maria von Nazareth: eine Geschichte, die weitergeht" am 17. Juni im Vatikan

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ROM, 12. Juni 2008 (ZENIT.org).- Der Jungfrau Maria Worte in den Mund zu legen und das verbunden mit dem Anspruch, der durch die Förderung des Vatikans entstand, sei wahrlich keine leichte Aufgabe, bekräftigte Maria Pia Liotta, Drehbuchautorin des gestern vorgestellten Muscials „Maria von Nazareth: eine Geschichte, die weitergeht".  Allerdings sei das Ganze einfacher gewesen, als sie über ihr eigenes mütterliches Herz nachgedacht habe, berichtete Liotta gegenüber ZENIT.

Liotta ist neben Adele Dorothy Ciampa Co-Autorin des neuen Musicals über die Jungfrau Maria und die beständige Rolle der Mutter Jesu in der Geschichte. Kardinal Tarcisio Bertone, Staatssekretär des Heiligen Stuhls, und die Päpstlichen Räte für die Kultur und die sozialen Kommunikationsmittel haben das Patrozinium übernommen. Das Werk wird am 17. Juni in der Audienzhalle Pauls VI. im Vatikan uraufgeführt werden. Liottas Tochter, die Sopranistin Alma Manera, wird Maria verkörpern.

„Das Thema ist sehr schwierig und delikat", bekannte sie im Gespräch mit ZENIT. „Glauben Sie mir, von Anfang an war es inspirierend. Marias Lippen Worte sprechen zu lassen, war etwas sehr Natürliches, weil ich mich bemühte, als Mutter in mein Innerstes zu blicken. Oft habe ich versucht, darüber nachzudenken, wie eine Mutter angesichts der spezifischen Gegebenheiten und Ereignisse reagieren oder handeln würde. Ich glaube, dass am Ende, wenn man das Herz einer Mutter hat, alles viel einfacher wird."

Alma Manera betonte ihrerseits, dass sie die Hauptrolle im Musical ihrer Mutter mit „Verantwortung, Glück und Freude" übernommen habe. „In der Lage zu sein, ein so einmaliges Ereignis mit der wichtigsten Person meines Lebens zu teilen - die noch dazu die Autorin ist -, ist etwas Wunderbares und führt einem näher zum Herrn hin. Wir sind Werkzeuge in seinen Händen."

Liotta räumte ein, dass bestimmte Augenblicke im Leben Mariens besonders schwer nachzuzeichnen gewesen seien. Am Schwierigsten sei die Verkündigung gewesen. Allerdings erklärte sie auch, dass sie „jeden Augenblick, jede Sekunde dieses Skripts und folglich seine Umsetzung" geliebt habe und liebe, „denn es ist etwas, was ich selbst sehr tief durchlebt habe". Häufig seien Worte gar nicht notwendig, weil Maria keine Worte brauche. „Sie hat ihre Gesten und ihre Körpersprache - ruhig, und doch aufgeweckt -, die viel beredter sind als Worte."

Dennoch bleibe eine Frage: „Wie kann man die Verkündigung nacherzählen? Das ist eine große Herausforderung, genauso wie so viele andere Momente auch. Also habe ich versucht, viele Worte zu vermeiden und mich vor allem auf die Sprache der Gesten und der Musik zu konzentrieren."

Ihre Tochter Alma Manera ist bemüht, sich gut vorzubereiten, um Jesu Mutter darzustellen. „Ich hatte immer eine große Andacht zu Maria", gestand sie. „Die Vorbereitung ist ganz einfach und natürlich. Sie ist eine Suche mit dem tiefen Wunsch, nichts hinzuzufügen, also ohne zu übertreiben, etwas zu verstärken oder zusätzliche Akzente zu setzen. Alles ist in Nüchternheit gekleidet."

Allerdings stellten sich dennoch eine ganze Fülle von Herausforderungen, wie die Sängerin und Schauspielerin zugab: „Es gibt viele Emotionen, die das Stück durchziehen. Alles ist rein, ist Poesie, die durch Choreographie in Gesten, Worte und Musik umgesetzt wird. Einfach ausgedrückt: Man muss einer tiefgründigen Intuition, einer Inspiration folgen.“

Von Marta Largo; Übersetzung von Angela Reddemann und Dominik Hartig