Drei der ersten Heiligen Chinas gefeiert

Apostasie verweigert: enthauptet

Rom, (ZENIT.org) Anita Bourdin | 749 klicks

Das Martyrologium Romanum gedenkt heute der 120 Märtyrer, die zwischen 1648 und 1930 in China starben. Dazu gehören auch Agatha Lin Zhao, Hieronymus Lu Tingmei und Laurenz Wang Bing (†1858).

Diese drei Märtyrer wurden am 24. November 1946 durch Papst Pius XII. seliggesprochen; ihre Heiligsprechung erfolgte erst am ersten Oktober 2000 in Rom durch Johannes Paul II.

In Mao Keu, einem Dorf der Provinz Guizhou, hatte der christliche Glaube schon 1852 Fuß gefasst. Die aus Ma Chang stammende Lehrerin und Katechetin Agatha Lin Zhao, 41, hatte alle Heiratsanträge abgelehnt, um sich ganz Gott und ihrer Mission widmen zu können. Der 48-jährige Hieronymus Lu Tingmei stammte aus Mao Keu und war erst kürzlich zum christlichen Glauben konvertiert. Als Katechet hatte er in den umliegenden Dörfern mehr als 200 Menschen für seinen neuen Glauben gewonnen. Laurenz Wang, 47, stammte aus einer christlichen Familie in Kui Yang. Er war verheiratet und hatte fünf Kinder. Wang war ebenfalls Katechet.

Die drei planten den Bau einer Kirche. Der erste Stein war schon gelegt. Aber ein Onkel und ein Vetter von Laurenz Wang wollten das Projekt vereiteln und zeigten sie bei einem mächtigen Mandarin an.

Der Mandarin befahl ihnen, ihren Glauben zu verleugnen, was die drei jedoch ablehnten. Am nächsten Tag wiederholte der Mandarin seinen Befehl. Als die drei erneut ablehnten, ließ er sie enthaupten. Das geschah am 28. Januar 1858. Agatha Lin Zhao, Hieronymus Lu Tingmei und Laurenz Wang Bing gehören zu den frühesten christlichen Märtyrern Chinas.