Drei Grundsätze für ein Leben im Informationszeitalter

Ratschläge vom Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel

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ROM, 25. August 2009 ( ZENIT.org ).- „Es gibt drei wesentliche Zugänge zum Leben in einer Kultur der Kommunikation", verriet Erzbischof Claudio Celli gegenüber dem Osservatore Romano. In seinen Überlegungen zur Botschaft von Benedikt XVI. zum Welttag der Medien betonte der Kurienerzbischof die Notwendigkeit, digitale Technologien in einer Weise einzusetzen, dass dies der Förderung der Würde des Menschen dient.

Jede Technologie hat „große Möglichkeiten und große Grenzen", bekräftigte Celli. Der Papst sei keineswegs naiv, wenn er die technischen Neuerungen positiv bewerte.

„Aber der Papst übersieht auch nicht die Schwierigkeiten und Probleme, die diese Technologien verursachen können", fügte Erzbischof Celli hinzu. Der 43. Weltmedientag stand ja im Zeichen des Mottos „Neue Technologien - neue Verbindungen. Für eine Kultur des Respekts, des Dialogs, der Freundschaft“.

Der Kommunikationsexperte des Vatikan nannte drei Grundsätze, von denen man sich beim Einsatz der neuen Technologien im respektvollen Miteinander leiten lassen sollte.

Das Erste ist nach seinen Worten die Aufrechterhaltung der Wertschätzung der menschlichen Person. Diesbezüglich rief Celli dem Leser die folgenden Worte der zuvor angeführten Papstbotschaft in Erinnerung: „Wenn die neuen Technologien dem Wohl des einzelnen und der Gesellschaft dienen sollen, dürfen die Nutzer dieser Technologien keine Worte und Bilder austauschen, die für den Menschen entwürdigend sind, und müssen daher alles ausschließen, was Hass und Intoleranz nährt, die Schönheit und Intimität der menschlichen Sexualität herabsetzt oder die Schwachen und Schutzlosen ausbeutet.“

Eine zweite Grundlage für die Qualität der Kommunikation ist der Dialog zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen.

Bei diesem Dialog sollte nicht verschleiert werden, wer man sei, denn das widerspräche der Achtung des Gesprächspartners. „Es muss ein aufmerksamer, respektvoller Dialog sein, getragen vom aufrichtigen Verlangen, die Wahrheit zu finden."

Das dritte Element, auf das Erzbischof Celli im Hinblick auf einen menschenwürdigen Umgang mit den neuen Technologien zu sprechen kam, ist die Freundschaft. Sie sei ein Element der Kommunikation, hob er hervor. Zugleich wies er aber auch auf einen Missstand hin: dass nämlich „im neuen Wortschatz der digitalen Netze dieser Begriff sehr leicht verflacht und verfälscht" werde.

„Unsere Freundschaften wachsen in unserem Unterwegssein als Menschen", so Celli. „Wir können den Begriff der Freundschaft nicht einfach aushöhlen, weil sie zu den größten Schätzen gehört, über die der Mensch verfügen kann."