Dreijahresprogramm der Bischöfe in England und Wales zur Förderung der Familie

Ehe und Familie bedürfen ständiger Begleitung

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LONDON, 15. Juni 2007 (ZENIT.org).- Die Bischofskonferenz von England und Wales wartet mit einem dreijährigen Plan auf, um die gegenwärtige Krise der Familie zu bekämpfen.



Ziel der eben vorgestellten neuen Initiative ist es, die Notwendigkeit der kontinuierlichen Begleitung von Eheleuten und Familien ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Besondere Unterstützung soll in der Zeit der Ehevorbereitung und in Zeiten von Ehekrisen geboten werden.

Die groß angelegte Kampagne für das Wohl der Familie wurde bereits vor drei Jahren mit einer Erhebung vorbereitet, an der 15.000 Familien auf Einladung der Bischöfe teilgenommen hatten. Alarmierend war für die katholischen Bischöfe in Großbritannien unter anderem die kontinuierlich steigende Zahl von Scheidungen (2004 wurden rund 167.000 Paare geschieden). Das neue Programm stellt eine Antwort auf diese Entwicklung dar. Teil der Initiative sind auch Wochenenden wie „Marriage Encounter“, bei denen solide Grundlagen für die Zukunft eines Paares gelegt werden sollen.

Besonders wichtig sei die Krisenintervention, bekräftigten Familienbischof John Hine und Elizabeth Davies, Koordinatorin des Programms „Everybody's Welcome“, der ersten Etappe des Dreijahresprogramms, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SIR der iatliensichen Bischofskonferenz: „Das Paar muss seine Beziehung komplett neu ordnen, nachdem die Kinder gegangen sind.“ Und das bedeute unter anderem: „Sie müssen wieder lernen, wie man Ehemann und Ehefrau ist und nicht nur Vater und Mutter.“

Daneben führte Davies die ökonomischen Herausforderungen an, vor denen sich Familien in England angesichts der hohen Haushaltskosten gestellt sähen. Die notwendige Berufstätigkeit beider Partner beschneide die Zeit des erforderlichen Zusammenseins und somit auch die der Kommunikation erheblich.

Das Thema „Kommunikation in der Ehe“ sei von entscheidender Bedeutung: „Wir versuchen anzuregen, dass es für gute Kommunikation notwendig ist, realistisch und konkret zu sein, ohne dabei zu hohe Erwartungen zu entwickeln.“

Der britische Familienbischof und seine Mitarbeiterin ermutigten die Gemeinden, „den Familien gegenüber aufmerksam zu sein, die Schwierigkeiten des Familienlebens zu erkennen und ihre Pastoralprogramme auf die Bedürfnisse der Familien zuzuschneiden“.

Die zweite Phase des Dreijahresplanes mit dem Titel „Familie feiern“ konzentriert sich auf die Familie und ihre Spiritualität. Im Mittelpunkt der dritten und letzten Phase steht die Rolle der Eltern und Großeltern bei der Glaubensvermittlung.