Du Licht, durchdringe unseren Geist

Das heutige Mittwochsgebet stammt von Ambrosius von Mailand

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 2949 klicks

Ambrosius von Mailand wurde 339 in Trier geboren und verstarb am 4. April 397 in Mailand. Vom römischen Politiker wurde er zum Bischof gewählt und ist einer der vier Kirchenlehrer der Spätantike der Westkirche. Seit 1298 trägt er den Ehrentitel des Kirchenvaters. Als Theologe verwendete Ambrosius in der Bibelauslegung philonische Vorlagen und wandte die von Origenes in Alexandrien entwickelte Methode der Allegorese an, die dem Bibeltext drei Bedeutungen zuteilt: Den wörtlichen, den moralischen und den mystischen Sinn. Des Weiteren entwickelte er weniger eigene Gedanken, als dass er die Texte der östlichen Kirchenväter für die lateinische Welt interpretierte. Ambrosius wird über 20 Mal im Katechismus der Katholischen Kirche zitiert, was seine theologische Bedeutung illustriert.

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Gott, dessen Wort die Welt erschuf und dessen Wille sie erhält:

du hüllst den Tag in holdes licht, in gnäd’gen Schlaf die dunkle Nacht.

Herr, wenn wir fallen, sieh uns an und heile uns durch deinen Blick.

Dein Blick löscht Fehl und Sünde aus, in Tränen löscht sich unsre Schuld.

Du Licht, durchdringe unseren Geist, von unseren Herzen scheuch den Schlaf,

dir sei das erste Wort geweiht, dich preise unser Morgenlob.