Edith Stein: Eine große Frau des 20. Jahrhunderts

Wissenschaftliches Seminar über die Philosophin, Theologin und Mystikerin in Auschwitz zum 70. Todestag

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ROM, 24. April 2012 (ZENIT.org). - Am 9. August diesen Jahres wird der 70. Todestag von Edith Stein, der heiligen Theresa Benedicta vom Kreuz, Mitpatronin Europas, begangen.  Zu diesem Anlass findet vom 8. bis 10. Juni 2012 in Oświęcim (Auschwitz) neben Besinnungstagen und religiösen Gedenkfeiern ein europäisches wissenschaftliches Seminar statt, organisiert vom Zentrum für Dialog und Gebet in Auschwitz, der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau und der Krakauer Provinz der Unbeschuhten Karmeliten. Das Thema lautet: „Edith verbindet“. Partner sind die Stiftung „RENOVABIS“, die Stiftung „ZNAK“, die „Staatliche Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau“ und das „Marschallamt der Woiwodschaft Krakau“.

In seinem apostolischen Schreiben vom 1. 10. 1999 anlässlich der Ausrufung der heiligen Theresa Benedicta vom Kreuz zur Mitpatronin Europas hatte der sel. Johannes Paul II. geäußert: „Wenn heute Edith Stein zur Mitpatronin Europas erklärt wird, soll damit auf dem Horizont des alten Kontinents ein Banner gegenseitiger Achtung, Toleranz und Gastfreundschaft aufgezogen werden, das Männer und Frauen einlädt, sich über die ethnischen, kulturellen und religiösen Unterschiede hinaus zu verstehen und anzunehmen, um so eine wahrhaft geschwisterliche Gemeinschaft zu bilden."

Neben zahlreichen anderen wird es Beiträge folgender Referenten geben:

Dr. Mette Lebech, Maynooth, Irland, „Edith Stein as a European Philosopher“ („Edith Stein als Europäische Philosophin“);

Prof. Jan Machniak, Krakau, „Żydowskie korzenie Edyty Stein“ („Die jüdischen Wurzeln von Edith Stein“);

Rabbi James Baaden, Oxford, England, „The Phenomenon of Edith Stein and Jewish-Christian Relations“ („Das Phänomen Edith Stein und jüdisch-christliche Beziehungen“);

P. Javier Sancho Fermín OCD, Avila, Spanien, „Die Würde des Menschen nach Edith Stein“;

Dr. Cordula Haderlein, „Die Bildungsphilosophie Edith Steins - wegweisend für die Herausforderungen der Pädagogik im 21. Jahrhundert“;

Prof. Anna Grzegorczyk, Posen, „Ponad kulturami. O uniwersalizmie Edyty Stein“ („Über den Kulturen. Vom Universalismus Edith Steins“);

P. Prof. Jerzy Wiesław Gogola OCD, Krakau, „Wpływ św. Jana od Krzyża na Edytę Stein“ („Der Einfluss des hl. Johannes vom Kreuz auf Edith Stein“);

Prof. Dr. Claudia M. Wulf, „Die Ethik des Opfers. Eine phänomenologische Annäherung an Edith Steins Grundhaltung angesichts des Unausweichlichen“;

P. Prof. Joseph Varghese Maliakkal OCD, Rom, Vatikan, „Self-transcendence through relation in the philosophical anthropology of Edith Stein“ („Selbsttranszendenz durch Beziehung in der philosophischen Anthropologie Edith Steins“).

Zur Aufführung kommen die polnischen Filme: „Wyznanie Edyty Stein” („Das Bekenntnis von Edith Stein“), Buch und Regie Ewa Fagas-Mielech und Piotr Mielech, und „Edyta Stein – patronka Europy patronką Lublińca” (Edith Stein – Partonin von Europa, Patronin von Lubliniec) vonBogusława Stanowskiej –Cichoń, Realisierung mit Katarzyna Kotula.

P. Prof. Placyd Paweł Ogórek OCD wird das Buch: „Joanne Mosley, Edith Stein – Frau des Gebetes“ vorstellen.

Neben dem Bischof von Krakau, Grzegorz Ryś, wird die hl. Messen im Karmel P. Tadeusz Florek OCD zelebrieren. Grußworte an die Teilnehmer tragen  Kardinal Stanisław Dziwisz und der Ordinarius der Diözese Bielsko-Żywiec, Bischof Tadeusz Rakoczy, bei.

Vorgesehen sind weiterhin Besichtigungen des Lagers Auschwitz und eine Kreuzwegmeditation in Birkenau.

Konferenzsprachen sind Polnisch, Englisch, Deutsch, sowie Simultanübersetzungen. [jb]

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