Egilbert von Freising (11. Jahrhundert)

Bischof von Freising

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 245 klicks

Egilbert wurde in Moosburg an der Isar in Bayern geboren. Er stammte wahrscheinlich aus dem bayerischen Adelsgeschlecht der Grafen von Moosburg. Der Bruder Egilberts wurde Truchsess Heinrichs II., er selbst zu dessen Vertrauten und Leiter der Kanzlei. In nahezu 100 Diplomata Heinrichs II. wird Egilbert als Begleiter des Königs genannt.

Im Jahr 1005 begann Egilbert seine kirchliche Laufbahn. Am 6. Mai 1005 war der Bischof von Freising, Gottschalk, gestorben und an seine Stelle trat Egilbert. Seine Weihe erfolgte am 26. August 1005. Egilbert gelang es, das Bistum Freising bis nach Nieder-Österreich, in die Steiermark und Kärnten zu erweitern. Das Stift Weihenstephan wurde selbständig und den Benediktinern unterstellt. Benediktiner aus dem Refomkloster Seon siedelten nach Weihenstephan um, während die vorherigen Bewohner in das Stift St. Veit zogen. Egilbert war außerdem maßgeblich an der Reform des Klosters wie auch am Aufbau der Freisinger Dombibliothek beteiligt.

Egilbert starb am 4. November 1039 in Freising, wo er als Seliger verehrt wird.