Ehe und Familie stärken: Fachtagung in Freising

Initiative der Deutschen Bischofskonferenz

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FREISING, 26. Juni 2009 (ZENIT.org).- Bei der zweitägigen Fachtagung über eine zukunftsorientierte Ehe- und Familienpastoral, die auf Initiative der Deutschen Bischofskonferenz bis heute, Freitag, im Freisinger Kardinal-Döpfner-Haus stattfand, ermutigte der Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky dazu, den Kern allen Engagements – Jesus Christus – nicht aus den Augen zu verlieren.



„Wir müssen Christus im Blick halten als denjenigen, der uns aussendet. Es tut der Seelsorge aus ihrem Innersten heraus gut, sich diesen Ursprungspunkt immer wieder neu vor Augen zu führen. Dann können Christen getrost auf alle Menschen zugehen, ohne sich davor fürchten zu müssen, ihr Proprium, ihr Ureigenes, zu verlieren“, so Kardinal Sterzinsky (vgl. Ansprache).

Im Mittelpunkt der Tagung stand die Zukunft von Ehe und Familie und die damit verbundenen pastoralen Herausforderungen. Neben Verantwortlichen für die Ehe- und Familienpastoral in den deutschen Bistümern hatten sich auch Vertreter aus den angrenzenden Nachbarländern in Freising eingefunden. Gemeinsam suchte man nach Wegen, um zukunftsorientierte und flächendeckende Seelsorgekonzepte zu entwickeln.

Kardinal Sterzinsky – er ist Vorsitzender der Kommission Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz – machte auf den Wandel der Rahmenbedingungen sowohl für Ehe und Familie als auch für die Seelsorge aufmerksam und verwies auf zehn erfolgreiche pastorale Initiativen, die im Lauf der Tagung beispielhaft vorgestellt worden waren: „Das Angebot reicht von der Beziehungsschule für junge Erwachsene, die Gelegenheit zum Einüben grundlegender Paar- und Beziehungskompetenzen bietet, über eine ‚Schatzkiste des Glaubens‘, die Anregungen zum Gespräch über die Religion in der Familie gibt, bis hin zur Segensfeier für Ehejubilare, die Dank und Anerkennung für viele gemeinsam gelebte Jahre der Partnerschaft zum Ausdruck bringt“, erläuterte der Kardinal.

Der Erzbischof von München und Freising, Dr. Reinhard Marx, betonte seinerseits, dass der Kirche in ihrem pastoralen Handeln auch die Aufgabe der Anwaltschaft für Ehe und Familie zukomme. Beispiele gelungener Familienkatechese in der Tauf-, Kommunion- und Firmvorbereitung machten deutlich, dass umgekehrt auch die Kirche auf die Familie zählen könne. Im Bereich der religiösen Erziehung hätten Kirche und Familie sich vieles gegenseitig zu bieten, so Erzbischof Marx.