Ein Blick auf die Neupriester vom Jahrgang 2013 in den USA

500 Männer werden zu Priestern geweiht, Durchschnittsalter ist 32

Rom, (ZENIT.org) | 478 klicks

Die Bischofskonferenz der USA hat die Statistik der Priesterweihen für das Jahr 2013 veröffentlicht. Die Studie wurde vom „Center for Applied Research in the Apostolate“ („Zentrum für angewandte Wissenschaft im Apostolat“) (CARA) erstellt, das an der Georgetown Universität ihren Sitz hat.

Ungefähr 74 Prozent der geschätzten 500 Männer haben an der Studie teilgenommen.

Durchschnittlich wurden die meisten Weihekandidaten als Kind getauft, neun Prozent sind Konvertierten. Acht von zehn erklärten, dass beide Eltern katholisch seien, mehr als ein Drittel haben einen Verwandten, der Priester oder Ordensmitglied ist.

Im Durchschnitt hatten die meisten bis zu ihrem 17. Lebensjahr den Ruf zum Priestertum gespürt. Zwei Drittel (67 Prozent) merkten an, dass sie in ihrem Berufungsgedanken von ihrem Pfarrer bestärkt wurden. 46 Prozent wurden von Freunden unterstützt, 38 von Pfarrmitgliedern und 34 von Müttern.

Zwei Drittel der Umfrageteilnehmer (67 Prozent) gaben an, weiße und europäisch-stämmige US-Amerikaner zu sein. Im Vegleich zu den erwachsenen, katholischen US-Bürgern sind Männer, die geweiht werden, anteilig mehr asiatisch (10 Prozent) oder stammen von den pazifischen Inseln und weniger häufig Lateinamerikaner (15 Prozent). Im Ganzen der diözesanen Ordinariate sind Ordensleute weniger häufig weiß und europäisch-stämmig.

Drei von Zehn (31 Prozent) wurden außerhalb der USA geboren, die meisten in Mexiko, Vietnam, Kolumbien, Polen, den Philippinen und Nigeria. Durchschnittlich lebten diejenigen, die außerhalb geboren wurden, für 14 Jahre in den USA. Zwischen 20 und 30 Prozent der Priester der letzten zehn Jahre wurden außerhalb der USA geboren.

Weitere Statistiken:

- Mehr als die Hälfte des Jarhgangs 2013 (52 Prozent) haben mehr als zwei Geschwistern, während einer von fünf (20 Prozent) fünf oder mehr Geschwister hat. Weihekandidaten sind eher die Ältesten unter den Geschwistern (40 Prozent).

- Vor dem Seminareintritt schlossen sechs von zehn Priestern das College ab (63 Prozent). Fast ein Viertel (23 Prozent) sind mit einem Universitätsabschluss ins Seminar eingetreten. Einer von dreien (29 Prozent) ist während seiner College-Studienzeit ins Seminar eingetreten.

- Weihekandidaten des Jahrgangs 2013 waren im Pfarrleben aktiv. Zwei Drittel gaben an, als Messdiener gewirkt zu haben, ungefähr die Hälfte (47 Prozent) nahmen an Jugendgruppen in einer Pfarrei teil. Ein Fünftel (20 Prozent) nahm vor Seminareintritt an einem Weltjugendtag teil.

- Mehr als vier von zehn Befragten (42 Prozent) gingen auf eine katholische Grundschule, die gleiche Anzahl gilt für alle katholischen Erwachsenen in den USA. Zusätzlich sind Weihekandidaten eher auf katholische Gymnasien (High Schools) gegangen und haben ein katholisches College besucht (44 Prozent, im Vergleich zu sieben Prozent der erwachsenen Katholiken).

- Viele Weihekandidaten erklärten, vor Seminareintritt eine Vollzeitbeschäftigung gehabt zu haben, die meisten im Bildungswesen, Finanzwesen, Buchhaltung oder Versicherung. Vier Prozent der Priester gaben an, in der US-Armee gedient zu haben.

- Die Umfrage fand auch heraus, dass Neupriester in Diözesen und Ordensgemeinschaften Schulden aus der Ausbildungszeit haben. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) traten mit mehr als 20.000 Dollar Ausbildungsschulden ins Seminar ein.