Ein Exorzist für die Studenten: Besessenheit gibt es wirklich

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MADRID, 10. Mai 2001 (ZENIT.org). - In einem total überfüllten Konferenzraum erklärte der Priester José Antonio Fortea am Mittwoch den Studenten des Centro Universitario Francisco de Vitoria in Pozuelo de Alarcón bei Madrid seine Funktion als Dämonologe.Er begann damit, darzulegen, dass es wirklich engelhafte und diabolische Wesen gebe. "Man kann nicht sagen, ich glaube nicht an Geister, nur weil ich sie nicht sehe. Das ist ein Widerspruch: denn hinsichtlich ihres Wesens kann man Geister gar nicht sehen", so Pater Fortea.Er erinnerte daran, dass das Exorzistat (Exorzismus ist die Bezeichnung für den Ritus) ein von der katholischen Kirche eingesetztes Amt ist, und er bedauerte es, dass nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil dessen Ausübung mehr oder weniger aufgegeben wurde. "in letzter Zeit kommt man wieder darauf zurück, denn zahlreiche Gläubige verlangen danach", so der Pater.Fortea, der auch Experte in psychiatrischer Medizin ist, erklärte, dass diabolische Besessenheit nicht einfach eine Geisteskrankheit sei. Es seien dies Geisteszustände, denen auch kein Psychiater abhelfen könne und die der Exorzist dadurch zu "heilen" versuche, dass er ein Gebet über den Besessenen spreche.Zur Vermeidung der Besessenheit empfahl der Priester ein Leben in Gnade, Beichte, Gebet sowie die heilige Messe.