Ein glückliches, erfülltes Leben führt über die Familie

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ROM, 1. Dezember 2005 (ZENIT.org).- Die Katholiken sind dazu berufen, in der Gesellschaft Zeugnis abzulegen für die Würde und Größe des menschlichen Lebens und die Bedeutung von Ehe und Familie. Das erklärte Papst Benedikt XVI. am Donnerstag beim Antrittsbesuch von Pekka Ojanen, dem neuen finnischen Botschafter beim Heiligen Stuhl, im Vatikan.



Die Kirche werde sich unermüdlich \"für den Frieden und für die Würde eines jeden Menschen\" einsetzen, da dieser nach dem Abbild Gottes geschaffen sei, bekräftigte der Heilige Vater gegenüber dem neuen offiziellen Vertreter Finnlands, der seit Beginn dieses Jahres auch finnischer Botschafter in der Schweiz ist, wo Pekka Ojanen residiert.

Die katholische Gemeinschaft, die zwar klein, dafür aber gut in die finnische Gesellschaft integriert sei, \"wird den ökumenischen Dialog zur Einheit mit den Christen anderer Konfessionen fortsetzen und sich gleichfalls dem interreligiösen Dialog zuwenden, der ein wichtiger Faktor für den Frieden in unseren modernen Gesellschaften darstellt\", stellte Benedikt XVI. klar. Der Heilige Stuhl habe diesbezüglich mit Wohlgefallen die Verabschiedung des neuen Gesetzes zur Religionsfreiheit in Finnland zur Kenntnis genommen, \"das eine wahre Religionsfreiheit garantiert, die den Religionen eine größere Autonomie und eine weiterreichende rechtliche Gleichbehandlung, besonders im Bereich der Bildung, gewährt. Dadurch wird der Beitrag gefördert, den jede von ihnen zum Gemeinwohl des gesamten Volkes leisten kann.\"

Darüber hinaus ist sich der Nachfolger des Apostels Petrus sicher, \"dass die Katholiken gemeinsam mit vielen anderen Menschen guten Willens auch weiterhin Zeugnis ablegen für die Würde und Größe des menschlichen Lebens, das von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod geschützt werden muss.\" Durch ihren entsprechenden Einsatz bezeugten die Christen in Finnland außerdem den \"Wert der Ehe und der Familie\", fuhr der Heilige Vater fort. Auf diese Weise könne \"die ganze Gesellschaft darin die Grundzelle jeder menschlichen Gemeinschaft erkennen, die bewahrt und unterstützt werden muss, um auf diese Weise auch in Zukunft allen einen Weg zu einem glücklichen und erfüllenden Leben zu eröffnen\".

83,8 Prozent der 5,2 Millionen Einwohner Finnlands gehören der evangelisch-lutherischen Kirche an. 14 Prozent bezeichnen sich als \"konfessionslos\". Orthodoxe und Angehöriger sonstiger Religionen – darunter die Katholiken – stellen jeweils 1,1 Prozent der Gesamtbevölkerung.