Ein „Gott segne euch“ zum Abschied

Viele ausgestreckte Hände: Papst Benedikt XVI. am Ende seiner Pilgerreise

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TEL AVIV, 15. Mai 2009 (ZENIT.org).- „Danke. Gott segne euch, und Shalom“: Das waren die Abschiedsworte des Papstes, ehe er zum Flugzeug schritt, das ihn zurück nach Rom bringen sollte. Ein zufriedener, glücklicher Papst Benedikt XVI. lauschte den bewegenden jüdischen Abschiedsmelodien und umarmte den israelischen Präsidenten zum Abschied, bevor er von der Crew empfangen wurde.

Nach dem Besuch der armenisch-apostolischen Patriarchalkirche Sankt Jakob von Jerusalem und einer mittäglichen Rast war Benedikt XVI. heute Mittag per Helikopter zum 50 km westlich von Jerusalem gelegenen Flughafen „Ben Gurion" von Tel Aviv gebracht worden. Dort wurde er unter Fanfarenklängen mit militärischen Ehren als Oberhaupt des Vatikanstaates verabschiedet.

Der Heilige Vater schüttelte herzlich die vielen Hände, die ihm von den umstehenden Menschen hingestreckt wurden, und bekräftigte, dass er und die ganze katholische Kirche für das schwierige Unterfangen, nämlich eine sichere und friedliche Zukunft im Heiligen Land, beten würden.

Hier verbanden sich in den vielen ausgestreckten Händen von verschiedenen Religionsführern, Politikern und Vertretern unterschiedlichter  Konfessionen und Kirchen starke Lebenskräfte für eine hoffnungsvolle Zukunft im Heiligen Land.  Der Weg über dem roten Teppich zeigte, wie hier das Oberhaupt der Katholischen Christenheit zum Diener einer neuen Welt „ohne Angst und ohne Furcht“ geworden war, wie er in seiner Abschiedsrede betonte.

Voller Dank  für alle die seinen Besuch vorbeireitet und gestaltet hatten und alle Autoritäten waren seine Abschiedsworte. Er bete für eine Zukunft in Sicherheit und Frieden. „Ich weiß wie schwer es sein wird,  Frieden und Versöhnung in diesem Land zu sichern“, so der Papst Benedikt XVI., „ich versichere Euch aber mein Gebet.“

„Schalom und Farewell“ wünschte der israelische Präsident Shimon Peres dem Gast aus Rom zum Abschied. Er würdigte den Besuch Benedikts XVI. als „ein herzergreifendes Beispiel für die spirituelle Kraft seiner Friedensbotschaft“. Peres unterstrich die Notwendigkeit eines entschiedenen Kampfes gegen jeden Terrorismus, um das Recht auf Frieden und Sicherheit zu stärken. Er fände keine geeigneten Worte, so Peres, um seinen Dank auszudrücken.

Der Flieger hob ab. Eine Pilgerreise ging zu Ende, deren Wirkungsgeschichte aber heute erst anfängt, da hier Kräfte des Friedens und der Versöhnung um den römischen Pontifex gesammelt wurden, die sich trotz aller Anfechtungen und Krisen, sichtbar in neuen Formen von Miteinander im Heiligen Land und darüber hinaus verströmen werden.

Von Angela Reddemann