"Ein Haus voller Zeichen und Wunder. Der Wiener Stephansdom"

Ein Kinderbuch von Annemarie Fenzel und Lene Mayer-Skumanz

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 163 klicks

Kindern das Wissen um Monumente und ihre Geschichte zu vermitteln ist nicht leicht. Der Historikerin Annemarie Fenzl und der Kinderbuchautorin Lene Mayer-Skumanz ist mit ihrem gemeinsamen Kinderbuch über eines der bedeutendsten Monumente der europäischen Kunstgeschichte, dem Wiener Stephansdom, ein äußerst lobenswerter Beitrag gelungen. „Ein Haus voller Zeichen und Wunder. Der Wiener Stephansdom“, erschienen im Tyrolia-Verlag, lädt die kleinen Leser zu einer Entdeckungsreise in die Geschichte des Doms ein. Anschaulich und kindgerecht, mit zahlreichen Illustrationen, Fotos und Comics aus der Hand von Annett Stolarski versehen, werden fundiertes historisches Wissen und Grundbegriffe des katholischen Glaubens vermittelt. „Es war mir wichtig, den Dom nicht ‚nur‘ als ein historisches Gebäude zu beschreiben, sondern als Haus Gottes. Meine Erfahrung ist es, dass Glaube viel mit persönlicher Stärke zu tun hat und dass es das Leben ungemein bereichert, wenn man beginnt, eine größere Dimension zu erahnen – das wollte ich vermitteln“, wie Annemarie Fenzl erklärt.

Wie wichtig es ist, Kindern nicht nur Informationen zu vermitteln, sondern sie mit dem erforderlichen spirituellen Rüstzeug für ihre Zukunft auszustatten, betonte Benedikt XVI. in seiner Ansprache am 17. September 2010 vor den Vertretern des katholischen Bildungswesens in Twickenham: „Wie Sie wissen, besteht die Aufgabe eines Lehrers nicht einfach darin, Informationen zu vermitteln oder für eine Schulung in gewissen Fertigkeiten zu sorgen, um den wirtschaftlichen Gewinn für eine Gesellschaft zu steigern; Erziehung ist nicht und darf nie rein utilitaristisch verstanden werden. Vielmehr geht es um die Ausbildung der menschlichen Person, um ihn oder sie zu rüsten, das Leben in seiner Fülle zu leben – kurz, es geht um die Vermittlung von Weisheit. Wahre Weisheit ist untrennbar mit dem Wissen um den Schöpfer verbunden, denn ‚wir und unsere Worte sind in seiner Hand, auch alle Klugheit und praktische Erfahrung‘ (Weish 7,16).“

Die Historikern Annemarie Fenzl war von 1976 bis 2013 Leiterin des Archivs der Erzdiözese Wien. Ihr Wissen über den Wiener Dom und seine Geschichte gab sie lange Jahre in Führungen weiter. Besonders das junge Publikum wollte sie auf die vielen verborgenen architektonischen Schönheiten des Kirchengebäudes aufmerksam machen und ihren Blick für das kulturelle Erbe weiten: „Im Dom trifft man Geschichte auf Schritt und Tritt. Ein Teil dieser Geschichte erschließt sich in den Symbolen, Zeichen und Bilder, die wir im Dom finden. Es lohnt sich, diese ‚entschlüsseln‘ zu können.“ So erfahren die Kinder in dem Buch von Sagen und Legenden, ikonographischen Symbolen und ihrer Bedeutung rund um den Wiener Stephansdom, von Kröten, Schlangen, Eidechsen, aber auch den 12 Aposteln und dem heiligen Stephanus. „Ein Haus voller Zeichen und Wunder. Der Wiener Stephansdom“ lädt mit Sicherheit nicht nur Kinder auf eine Entdeckungsreise ein.