Ein Jahr der Ermutigung für die Priester

Persönliches Zeugnis von Bischof DDr. Klaus Küng

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SANKT PÖLTEN, 20. Juni 2009 (ZENIT.org ).- Wir veröffentlichen das persönliche Zeugnis, das der Sankt Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng aus Anlass des gestern, Freitag, begonnenen Priesterjahres für die Leserinnen und Leser von ZENIT geschrieben hat. Das Priesterjahr findet zur Feier des 250. Todestages des Pfarrers von Ars Jean-Marie Vianney (8. Mai 1786 - 4. August 1859) statt, dem Patron der Pfarrer und Beichtväter.

Im Rahmen der ZENIT-Interviewreihe „Hirten der Kirche in Deutschland" erklärte der österreichische Familienbischof im Juni 2006 zu seiner eigenen Berufung: „Mein ursprünglicher Plan war, Arzt zu werden und eine Familie zu gründen. Für mich war die Begegnung mit dem Opus Dei entscheidend. Durch das Opus Dei habe ich den Weg zu einer Vertiefung des Glaubenslebens und als Folge davon zur persönlichen Hingabe an Gott gefunden. Im Rahmen des Opus Dei wurde ich nach einiger Zeit gefragt, ob ich bereit sei, Priester zu werden" (vgl. Hier und jetzt gottverbunden leben). 

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Für das Jahr des Priesters ist es mir ein großes Anliegen, dass die Priester von der Tiefe her Ermutigung erfahren.

In der seelsorglichen Situation einer weitgehend säkularisierten Gesellschaft ist für einen Priester ein tiefer und fester Glaube an die Menschwerdung des Gottessohnes, an die Erlösung und an die Fortsetzung der Sendung Jesu Christi durch die Kirche nötig. Außerdem braucht der Priester Geisteskraft, um die Menschen von heute auf das Wesentliche hin anzusprechen und Mitarbeiter zu finden, die im Sinne der Kirche tätig sind.

Wir beginnen das Jahr des Priesters mit einer gemeinsamen feierlichen Eucharistiefeier, wir werden im Herbst eine Priesterwallfahrt halten, wir möchten die Einheit untereinander fördern und alles versuchen, um mit Entschlossenheit Schritte in Richtung einer echten Neuevangelisierung zu setzen. Die Verbesserung der Berufungspastoral gehört dazu. Das Jahr des Priesters geht alle an.