Ein Konvent in Jerusalem für Christen hebräischer Sprache

Initiative der Franziskanischen Kustodie im heiligen Land

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JERUSALEM, 15. Mai 2001 (ZENIT.org).- Die den Franziskanern unterstehende Kustodie im heiligen Land hat seit diesem Jahr einen neuen Konvent im jüdischen Viertel von Jerusalem, der sich um die hebräischsprechenden Christen bemüht, die in den verschiedenen Stadtvierteln der heiligen Stadt leben.



In der Harav Kook-Straße nahe dem Sionsplatz befindet sich der dem greisen Symeon geweihte Konvent, der die Tröstung Israels erwartete (Lukas 2,25). Zweite Patronin ist die Prophetin Anna, Tochter des Phanuel aus dem Stamme Aser (Lukas 2,36). Die Einweihung nahm der Kustos des heiligen Landes, Giovanni Battistelli, vor. Das teilte die Nachrichtenagentur IVICOM mit.

Im Erdgeschoss sind zwei Franziskaner untergebracht. Dort befinden sich auch Versammlungsräume und eine Kapelle, die etwa 80 Personen Platz bietet. Jeden Tag um 18.00 Uhr wird dort die Heilige Messe zelebriert.

Der Konvent der Heiligen Symeon und Anna ist ein repräsentatives Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Früher war dort das italienische Konsulat untergebracht, später diente es als Hotel und unter englischem Protektorat war es Sitz der Zeitung "The Palestine Post", Vorgängerin der heutigen "The Jerusalem Post".

Insgesamt gibt es nun zehn Klöster der Kustodie des heiligen Landes in Jerusalem, die meisten an neutestamentlichen Orten. Zu nennen wären das Erlöserkloster, das Kloster vom Heiligen Grab, das Berg Sion-Kloster, das Gethsemane-Kloster, das Geißel-Kloster, das Terra Sancta College, Betphage, Dominus Flevit und Bet Hanina.