Ein Liebes oder Leides

Das heutige Mittwochsgebet stammt von Eduard Mörike

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 337 klicks

Eduard Friedrich Mörike wurde am 8. September 1804 in Ludwigsburg geboren und starb am 4. Juni 1875 in Stuttgart. „Hauptberuflich“ war Mörike evangelischer Pfarrer, jedoch haderte er stets mit dem Beruf. So machte er nur ein mittelmäßiges Examen und eine kirchliche Prüfung vor dem württembergischen Konsistorium, das ihm „ziemlich mangelhaftes, dennoch keineswegs zu verachtendes Wissen“ bescheinigte. Bekannt wurde er als deutscher Lyriker der Schwäbischen Schule, als Erzähler und als Übersetzer.

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Herr! Schicke, was du willst,

Ein Liebes oder ein Leides;

Ich bin vergnügt, dass beides

Aus deinen Händen quillt.

Wolltest mit Freuden

Und wollest mit Leiden

Mich nicht überschütten!

Doch in der Mitten liegt holdes Bescheiden.