Ein Priester aus Chicago spricht zu den Teilnehmern am Eucharistischen Kongress

Pater John Cusick schildert die Bedeutung der eucharistischen Symbole

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Von Junno Arocho

DUBLIN, 14. Juni 2012 (ZENIT.org).- Der vierte Tag der 50. Internationalen Eucharistischen Kongresses stand im Zeichen des Themas „Priesthood and Ministry in the Service of Community“ (Priestertum und geistliches Amt im Dienst der Gemeinschaft). Mehrere Referenten thematisierten gestern die verschiedenen Aspekte des priesterlichen Dienstes, des Diakonats und des geweihten Lebens. Herausragend war der Redebeitrag eines Priesters der Ortskirche von Chicago, der die spezifischen Ursprünge und die Bedeutung der eucharistischen Liturgie beleuchtete.

Vor einem vollgefüllten Saal sprach Pater John Cusick zu folgendem Thema: „Catholics, Why We Do What We Do“ (Katholiken, warum wir tun, was wir tun). Pater Cusick, der im geistlichen Amt für junge Erwachsene der Erzdiözese von Chicago tätig ist, verfolgte mit seinem Workshop das Ziel, den Katholiken die Bedeutung der Worte , Gesten und Symbole der Liturgie wieder vertraut zu machen, in der Hoffnung, sie auf diese Weise zu einer tieferen Würdigung der Eucharistie hinzuführen.

Pater Cusick erläuterte im Gespräch mit ZENIT die Bedeutung der Eucharistie und ihren Wert für Katholiken in der heutigen Gesellschaft.

ZENIT: Inwieweit ist die Kenntnis der Ursprünge der eucharistischen Symbole für Katholiken wesentlich?

P. Cusick: Wenn man um seine Herkunft weiß und die Gründe seines Handelns kennt, gilt das alte Sprichwort „Wissen ist Macht.“ Ist dieses Wissen hingegen nicht vorhanden, so wird man sich ständig die Frage stellen: „Warum bin ich hier?“

ZENIT: Befähigt dieses Wissens die Menschen also zu einer höheren Wertschätzung der Eucharistie?

P. Cusick: In der Tat. Das Verständnis der Hintergründe unseres Handelns erhöht den Wert. Ebenso bestärkt es uns in unserem Dienst und erfüllt die Liturgie mit Heiligkeit.

ZENIT: Was ist für Sie persönlich an diesem Internationalen Eucharistischen Kongress bedeutsam?

P. Cusick: Das ist schwierig, denn Religion ist international. Bevor ich gestern begann, führte ich ein Gespräch mit einem Mann aus Beirut, einem anderem aus Qatar; mit Menschen aus aller Welt. Wir begegnen uns mit einem einzigen Glauben und das verstehen wir oft nicht. Kirche ist nicht die amerikanische katholische Kirche, sondern die universale katholische Kirche. Dieser Gedanke erfüllt mich mit Demut.

[Übersetzung des englischen Originals von Sarah Fleissner]