Ein Renault 4 für Papst Franziskus

Wie es zu dem "neuen" Papamobil kam

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 504 klicks

Schon fast kann man von einem neuen „Papamobil“ sprechen, dem kleinen, weißen R4, den Papst Franziskus bei einem Besuch einer Gruppe aus Verona am vergangenen Samstag geschenkt bekam, genauer von Don Renzo Zocca, Priester der Gemeinde von Santa Lucia. Nun gehört er zum Fuhrpark des Vatikans. Papst Franziskus benutzt das Auto — was Internet, Zeitungen und das Fernsehen belegen — um sich damit auf dem Gelände des Vatikans von einem Ort zum anderen zu bewegen.

Don Zocca erzählte, bei der Übergabe habe er sich gemeinsam mit dem Papst in das Auto gesetzt, jedoch habe es keiner Erklärungen bedurft. In Argentinien, so erzählte der Pontifex dem Priester, habe er selber einen R4 gefahren, ein Auto, das einen nicht im Stich lasse. Don Zocca hatte Papst Franziskus Anfang Juli geschrieben, er wolle ihm sein Auto schenken, weil dieser gesagt habe, die Erneuerung der Kirche müsse von den Peripherien ausgehen. Er selbst gründete vor dreißig Jahren die Gemeinde von Saval, in einer Peripherie gelegen, und hat eine Vielzahl von Initiativen für Arme, allein stehende ältere Menschen, Kranke und Familien in Schwierigkeiten ins Leben gerufen, vor Ort wie in Bolivien.

Der R4 kam am vergangenen Samstag auf einem Autotransporter im Vatikan an und ist bereits berühmt. Ein Schweizer Gardist habe zu Don Zocca scherzend bemerkt, jetzt seien sie besorgt, weil sie aufpassen müssten, was der Papst mit dem R4 anstellen werde. Don Zocca erzählte, zu der Audienz seien ungefähr 50 Veroneser zugelassen gewesen, während alle anderen aus Santa Lucia di Pescantina draußen hätten warten müssen. Als sich Papst Franziskus bei dem 69järigen Priester mit einer langen Umarmung verabschiedet habe, habe er ihn gefragt, ob es möglich sei, dass der Papst auch die anderen begrüße. Daraufhin habe sich Papst Franziskus mit ihm, einem seiner Mitarbeiter und dem begleitenden Mechaniker in den R4 gesetzt, um die anderen für weitere zehn Minuten zu treffen. Anschließend fuhr er in seinem neuen weißen „Papamobil“ davon.