Ein unerwartetes Telefonat

Papst Franziskus telefoniert mit Sechsjährigem

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 480 klicks

Am Sonntag, dem 15. September klingelte in Chivasso, Piemonte, gegen 21 Uhr das Handy von Davide Chiolerio, dem Vater des sechsjährigen Federico. Eine männliche Stimme sagte, sie wolle mit dem Jungen sprechen, und auf die Frage des Vaters hin, wer denn dort sei, verschlug es ihm die Sprache, als er hörte, dass dort Papst Franziskus sei, der Federico für das selbstgemalte Bild danken wolle, das dieser ihm geschickt habe.

Während einer Pilgerreise mit seinen Eltern nach Rom mit der Diözese von Ivrea Anfang September hatte der Junge Kardinal Bertone ein selbstgemaltes Bild für Papst Franziskus gegeben, auf dem der Pontifex neben einer Grotte zu sehen ist, die sich in Chivasso befindet und derjenigen der Grotte in Palästina bis ins kleinste Detail gleicht. Zusammen mit dem Bild hatte der kleine Junge einen Brief geschrieben: Er lebe in der Umgebung von Turin, in dem Örtchen Betlehem („Betlemme“ auf Italienisch), das zur Gemeinde von Chivasso gehöre und der einzige Ort in Europa und Italien sei, der so heißen dürfe.

Papst Franziskus habe dem Jungen in dem kurzen Telefonat gedankt und habe ihn und seine Familie gebeten, für ihn, den Papst, zu beten. Anschließend habe er allen einen guten Abend und eine gute Nacht gewünscht. Bei der Person habe es sich ohne Zweifel um den Papst gehandelt, unverkennbar an seinem Akzent, aber auch aufgrund der Tatsache, dass nur Federico, die Eltern und Kardinal Bertone von dem Bild gewusst hätten, so der Vater.

Im Brief Federicos heißt es weiter: „Lieber Papst, ich hoffe, dass ich dich eines Tages kennenlernen werde, aber wenn dies nicht passieren sollte, so möchte ich dich bitten, dich in deinen Gebeten an mich zu erinnern, so wie ich es auch tun werde.“