Ein Waisenkind hat eine Mission

Ein bewegender Spielfilm über einen besonderen Jungen

Rom, (ZENIT.org) | 1036 klicks

ROM, 4. Mai 2012 (ZENIT.org). - Wie kann ein leukämiekranker Waisenjunge ohne Hoffnung auf Heilung lachen und fröhlich sein? Wie kann er an einen liebenden Gott glauben?

Der zehnjährige Johnny, ein aufgewecktes Waisenkind, wünscht sich nichts sehnlicher als eine richtige Familie. Da er an Leukämie erkrankt ist, hat er nach menschlichem Ermessen keine Chance auf eine Adoption.

Doch Johnny hat einen beeindruckend tiefen Glauben: Er ist der festen Überzeugung, dass Gott besondere Sendung für ihn hat und ihm vor seinem Tod noch eine liebevolle Familie schenken wird.

Drew Carter ist Arzt auf der Kinderkrebsstation. Seit dem Unfalltod seines Sohnes Robby kämpft er nicht nur um das Leben seiner kleinen Patienten, sondern auch um das Glück seiner Familie. Vor allem seine Frau Julia, die am Steuer saß, als der Unfall passierte, verzehrt sich vor Trauer und Schuldgefühlen. Auch zwei Jahre nach Robbys Tod kann sie den Verlust ihres Sohnes nicht überwinden. In ihrer tiefen Depression entfremdet sich emotional zunehmend von ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter Kayla.

Als Drew auf der Krebsstation Johnny kennenlernt, verändert diese Begegnung allmählich sein Leben. Nach dem Tod seines Sohnes hat sich Drew von Gott abgewandt. Doch von Johnnys tiefem und zugleich fröhlichem Glauben ist er fasziniert. Die innige Beziehung des Jungen zu Gott fordert ihn zunehmend heraus, sein eigenes Gottesbild und seinen Glauben von einst zu hinterfragen. Als Drew nach langer Zeit zum ersten Mal wieder mit Gott ins Gespräch kommt, gesteht er ihm:

„Als Robby starb, war ich fest überzeugt, dass du nicht existierst. Wie könnte ein liebender Gott zulassen, dass so etwas Sinnloses mit einem kleinen Jungen passiert. Aber dann hast du Johnny in mein Leben geschickt. Und da sehe ich auf einmal diesen Jungen, der allen Grund dazu hat, an dir zu zweifeln oder dich sogar zu hassen... Doch alles, was er tut, ist, dir zu vertrauen und von dir zu sprechen wie von seinem besten Freund".

Obwohl er weiß, dass sich Johnnys Krankheit von Tag zu Tag verschlechtert, beschließt Drew, den Jungen zu sich zu holen. Zwischen seiner Tochter Kayla und Johnny entwickelt sich rasch eine innige Freundschaft, in deren Mitte bald der gemeinsame Glaube an Gott steht. Doch Julia ist voller Ablehnung und Angst. Sie möchte den todkranken Jungen nicht in ihrem Haus haben. Denn sie befürchtet, dass weder sie selbst noch Kayla einen weiteren Todesfall verkraften können. Als Drew übers Wochenende wegfährt, benachrichtigt Julia heimlich das Jugendamt, um Johnny zurück ins Heim bringen zu lassen..[jb]

Filmtipp: Johnny. Jeder Mensch hat eine Mission. DVD SCM Hänssler Film, April 2012.1 Std. 20 min. Empf. ab 8 Jahren.

Weiterer Filmtipp für Kinder: Francesco und der Papst