Eindringlicher Friedensappell des Papstes

Benedikt XVI. mahnt zu Dialog im Libanon

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ROM, 12. Mai 2008 (ZENIT.org).- Mit einem eindringlichen Appell hat Papst Benedikt XVI. am gestrigen Pfingstsonntag nach dem Gebet der „Regina Caeli“ dazu aufgerufen, der Gewalt im Libanon ein Ende zu setzen.



Benedikt XVI. bekundete seine tiefe Sorge um die die Situation im Libanon. In jenem Land seien einer festgefahrenen politischen Initiative erst verbale Gewalt und dann bewaffnete Zusammenstöße mit zahlriechen Toten und Verletzten gefolgt. Die Spannungen hätten sich zwar in den letzten Stunden gelockert, aber dennoch sei es geboten, die Libanesen aufzufordern, „jede Logik aggressiver Auseinandersetzung aufzugeben, die ihrem geliebten Land nicht wieder gut zu machende Schäden zufügt“.

Der einzige Weg, der bleibe, um dem Libanon seine Institutionen und der Bevölkerung die Sicherheit zurückzugeben, bestehe im Dialog, im gegenseitigen Verständnis und in der Suche nach einem vernünftigen Kompromiss.

Benedikt XVI. äußerte die Hoffnung, dass der Libanon durch die Fürsprache Unserer Lieben Frau vom Libanon mutig seiner Berufung entsprechen könne, für den Nahen Osten und die ganze Welt ein Zeichen der realen Möglichkeit eines friedlichen und konstruktiven Zusammenlebens der Menschen zu sein.

Der Papst forderte die Gläubigen dazu auf, für eine reiche Ausgießung des „Geistes der Einheit und der Eintracht“ zu beten, der die Menschen zum Frieden und zur Versöhnung inspiriere. Es sei die gemeinsame Aufgabe aller Libanesen, den Libanon in all seiner Vielfalt leben zu lassen.