Eine Familie, die zusammen betet, bleibt zusammen

Impuls zur Aktion „Nazaret-Gebet“ 2007 der Wiener Berufungspastoral

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WIEN, 5. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Den Wert des Gebets im Ehe- und Familienleben beleuchtet der folgende Beitrag, der dem Rundbrief „Familie – Weg der Kirche“ (01/2001) des Familienreferats der Erzdiözese Salzburg entnommen ist. Er will vor allem jenen Eltern als Denkanstoß dienen, die im Rahmen der Initiative Nazaret-Gebet 2007 der Berufungspastoral der Erzdiözese Wien täglich den „Angelus“ für die Berufung ihrer Kinder beten.



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Das „Ehe-Dreieck“ – Der Weg in der Ehe führt über Christus

Die wichtigste Kraftquelle ist das Gebet. Miteinander werden wir nur vertraut, wenn wir regelmäßig miteinander sprechen. Mit Gott können wir vor allem vertraut werden, wenn wir zu ihm beten. Es geht um eine Begegnung.

Theresia von Avila drückt es so aus: Gebet ist wie das Gespräch mit einem guten Freund, mit dem man gerne und oft zusammen ist. Mutter Teresa war sogar davon überzeugt, dass eine Familie, die zusammen betet, zusammen bleibt. Das ist tatsächlich ein Geheimnis in der Ehe: Je mehr jeder von beiden mit Gott verbunden ist, desto tiefer findet er zum Herzen des Partners.

Gespräche bleiben oft an der Oberfläche. Ich verstehe die wirklichen Beweggründe meines Partners nicht. Im gemeinsamen Gebet lichtet sich plötzlich der Nebel.

Die Erfahrung vieler Ehepaare zeigt, dass der Weg in der Ehe über Christus führt. Er ist der Garant der Einheit. Christliche Familie ist eine Gemeinschaft im Gespräch mit Gott. Je mehr wir uns im Vertrauen an Gott wenden, desto mehr entdecken wir in so genannten Alltäglichkeiten seine Spuren, seine zärtlichen Liebeserweise.

Sehr wertvoll sind ein persönliches Brauchtum und feste Gebetszeiten. Es gibt vielfältige Formen der „Hausliturgie“.