Eine Million Kinder beten – weltweites Friedensgebet am 18. Oktober

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VALLENDAR, 3. Oktober 2007 (ZENIT.org).- „Das ist schön“, sagt ein Kind. „Während wir beten, wird die Welt eins.“ Das war am Mittwoch, dem 18. Oktober 2006, als Tausende von Kindern Gott um Frieden anriefen: um inneren Frieden in jedem Menschenkind, um Frieden und Einheit in den Familien, im Land und in der ganzen Welt. Am kommenden 18. Oktober um 9.00 Uhr Ortszeit ist es wieder soweit: Kinder beten um Frieden – von den Philippinen bis Venezuela, von Russland bis USA, von Paraguay bis Österreich.



Angefangen hat die Gebetsinitiative am 18. August 2005 – dem Tag, als der Heilige Vater nach Köln kam, um mit Jugendlichen aus aller Welt den Weltjugendtag zu feiern – an einem Bildstock in Caracas, Venezuela. Während Kinder dort mit Hingabe und Begeisterung den Rosenkranz beteten, hatten alle Anwesenden das Erlebnis einer besonderen Nähe Gottes. „Sich vorzustellen, dass, wenn eine Million Kinder den Rosenkranz beten, die Welt sich verändert“, erklärte eine der Frauen. Der Ausspruch stammt von Pater Pio.

„Da entstand Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“, erinnert sich Teresa Blumers aus dem Institut der Schönstattfamilien, die damals mit ihrer Familie in Caracas lebte. Der Laienrat Venezuelas griff die Idee auf und machte sie sich zu Eigen. Zwei Monate später, am 18. Oktober 2005, wurde die Initiative zum ersten Mal durchgeführt: schwerpunktmäßig in Venezuela, aber auch schon in anderen Ländern Südamerikas.

Die Idee ist einfach: in den Herzen der Kinder den Wunsch wecken und stärken, für den Frieden zu beten – den Frieden im Herzen der Menschen, in den Familien, im Land und in der ganzen Welt.

Am 18. Oktober um 9.00 Uhr stand die Welt für einen Augenblick still: Säle, Schulhöfe, Plätze, Kapellen, Heiligtümer, Kinderkrankenhäuser, Pfarrkirchen, Waisenhäuser, Kindergarten, Vorschulen – wo immer es Kinder gab, begann ein Gebet um Frieden.

Von einem Kind aus einer Schule für sudanesische Flüchtlinge in Kairo kam folgender Brief: „Ich danke Gott für das Gebet der Kinder heute. Ich glaube, Gott will neue Wege zeigen für unser aller Leben.“

Es bedarf weder großer Zusammenkünfte noch nennenswerter Kosten, denn es geht einfach darum, am 18. Oktober um 9.00 Uhr morgens Ortszeit da, wo die Kinder sind, den Rosenkranz oder ein anderes Gebet um den Frieden gemeinsam zu beten: in Schulen, Kindergärten, Heimen...

Wer mitmachen möchte, kann zu diesem Gebetstag einladen oder sich vielleicht bereit erklären, am Morgen des 18. Oktober Kinder beim Gebet zu begleiten. Die Koordination auf internationaler Basis hat in diesem Jahr „Kirche in Not“ übernommen. Plakate und Gebetszettel sind in Deutsch, Spanisch, Englisch, Russisch und Polnisch erhältlich.