Eine Nische für Kunst bei der Afrika-Synode

Der Dialog zwischen Evangelium und afrikanischer Kultur findet seinen Widerhall in der Kunst

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Von Carmen Elena Villa

ROM, 19. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Als Propheten eines gequälten Kontinents bezeichnet Rosa Scandella, Präsidentin des „Centro Orientamento Educativo“(COE - Orientierungszentrum für Erziehung), afrikanische Künstler, deren Gemälde aus Anlass der Bischofssynode zu bewundern sind.

Organisiert wurde die Ausstellung mit Unterstützung von COE, einer Vereinigung von freiwilligen christlichen Laien, die in Italien und anderen Ländern am Aufbau einer Kultur des Dialogs, des Austausches und der Solidarität arbeiten

Gemälde wie die „Hochzeit von Kana, gefeiert von afrikanischen Stämmen“ von Joseph Belly Malenga Mpasi aus der Demokratischen Republik Kongo oder die „Erlösung des angeketteten Engels“ von Zeleqe Ewnetu aus Äthiopien sind am Eingang zur Vatikanischen Audienzhalle aufgestellt.

In Kaffeepausen und während der Mahlzeiten können sich die Teilnehmer der Synode abseits der intensiv geführten Diskussionen von der Ausstellung über afrikanische Malerei inspirieren lassen. Für die COE-Präsidentin rufen die Maler „mit ihrer Arbeit die Werte und Ideale der Menschen dieses Kontinents hinaus, der oft unter seinen historischen Gegebenheiten leidet, aber noch immer fähig ist, die Zukunft aufzubauen.“

Hauptorganisator der Ausstellung ist Joseph Atangana Ndzie, der bei COE als Koordinator für Kamerun arbeitet. Die Schau – so Atangana – zeige „das christliche Erbe der afrikanischen Gläubigen“. Gegenüber ZENIT betont er, dass sich mit der Ausstellung ein Traum des Gründers von CEO, P. Francesco Pedretti, erfülle, der sich die Vorführung bereits für die erste Afrika-Synode im Jahr 1994 gewünscht hatte. „Es ist ein Tribut an die Synode und an den Gründer“, so Atangana.

In jedem Werk könne man sehen, wie die Künstler „die Universalität des Christentums und die katholische Identität der Gläubigen in Afrika ausdrücken“, meint Antangana, der selber an der Päpstlichen Universität Urbaniana Kunst studiert hat. So entstehe „eine Gemeinschaft der Gefühle. Wenn jemand diese Kunst sieht, findet er eine universale Sprache, die Frömmigkeit ausdrücken kann; eine einzigartige Beteiligung an der Hinwendung des Menschen zu Gott, die die Universalität der Kirche bereichert.“

Für Atangana hebt die Malerei auch die Charakteristik Afrikas hervor „Religiosität mit dem ganzen Körper, mit der Natur auszudrücken. Es ist ein fröhlicher und einfacher Glaube. Es ist ein Ausdruck von Leben.“ Durch die Schau konnte eine der wesentlichen Schlussfolgerungen der ersten Synode verwirklicht werden: der Dialog zwischen dem Evangelium und der afrikanischen Kultur.