Eine Videobotschaft von Papst Franziskus

Regionales katholisches Jugendtreffen in Buenos Aires

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 332 klicks

Am Karsamstag fand in Buenos Aires, dem früheren Bistum von Papst Franziskus, ein regionales katholisches Jugendtreffen statt, zu dem der Pontifex eine Videobotschaft an die Jugendlichen schickte. Im Stadtviertel Palermo hörten Hunderte von Priestern die Beichte und leiteten die Gläubigen zur Meditation an. Höhepunkt war die Videobotschaft des Papstes an die Jugendlichen, die er aufrief, keine Angst davor zu haben, auf Jesus zuzugehen. Sein Nachfolger im Amt des Erzbischofs von Buenos Aires hatte ihn um die Videobotschaft gebeten. Papst Franziskus sagte:

„Liebe Jungen und Mädchen, einen herzlichen Gruß, und frohe Ostern! Ich habe gerade eben überlegt, was ich euch sagen sollte. ‚Macht ruhig Krach’: Das habe ich schon gesagt. ‚Habt keine Angst, vor nichts und niemandem’ habe ich auch schon gesagt. ‚Seid frei’ habe ich auch schon gesagt. Da kamen mir die Figuren einiger junger Leute aus dem Evangelium in den Sinn. Einige Jugendliche, deren Wege sich mit dem Weg Jesu kreuzten oder von denen Jesus erzählte. Darüber kann ich ja reden. Wenn euch das weiterhilft, dann nehmt es an, wenn nicht, dann werft es weg!“

Dann ging Papst Franziskus auf die jungen Apostel ein, wie den reichen jungen Mann und denjenigen im Gleichnis vom verlorenen Sohn.

„Die Apostel waren Jugendliche – vielleicht nicht alle, aber doch einige von ihnen. Johannes war ein kleiner Junge! Und sie waren bewegt von Jesus, begeistert, mit diesem Staunen, das entsteht, wenn man Jesus trifft. Und sie laufen los und sagen ihren Freunden: ‚Wir haben den Messias getroffen! Wir haben den getroffen, von dem die Propheten erzählen!’“

Anschließend sagte der Pontifex zu den Jugendlichen, das Entscheidende für einen Christen sei die Begegnung mit Jesus und fragte sie, wann sie Jesus getroffen hätten. Dieser Begegnung müsse man treu blieben. Er sagte:

 „Und wer seid ihr? Seid ihr Enthusiasten, wie die Apostel zu Beginn, bevor der Weg losging? Oder hängt ihr an so vielen weltlichen Dingen, dass ihr nicht loslassen und Jesus nicht nachfolgen könnt? Oder habt ihr viel von eurem Erbe verschleudert, bereut aber und kommt zurück, in die Umarmung der Barmherzigkeit?“

Anschließend sagte Papst Franziskus, er wolle jedoch nicht nur auf die männlichen Jugendlichen in seinen Überlegungen und Vergleichen eingehen, sondern auch auf die Mädchen und jungen Frauen. An sie gerichtet sagte er:

 „Ihr könnt mit eurem künftigen Leben Elternschaft und Treue konsolidieren. Ihr seid auf dem Weg dieser Frauen, die Jesus überallhin folgten. Die Frau hat diesen großen Schatz, dass sie Leben, dass sie Frieden und Freude geben kann. Es gibt für euch nur ein Vorbild, und das ist Maria: Die Frau der Treue, die nicht verstand, was mit ihr geschah, aber gehorchte. Sobald sie begriff, was nötig war, lief sie los, die Frau der Bereitschaft! Die als Flüchtling ins Ausland entkam, um ihren Sohn zu retten. Die ihm half, aufzuwachsen, und ihm nachfolgte... Die auch noch im Augenblick seines Kreuztodes bei ihm war.“

So sei auch die Kirche weiblich; sie sei wie Maria, so Papst Franziskus. Er sagte zu den Jugendlichen, die Kirche sei ihr Ort; ein Ort, den sie gestalten würden. Er rief sie dazu auf, Jesus zu folgen, Leben zu geben, zu begleiten und wachsen zu lassen. Abschließend wünschte er jedem Jugendlichen, Jesus zu begegnen, und sagte:

„Und ich sage euch eines: Habt keine Angst! Schaut auf Jesus, schaut auf Maria, und geht vorwärts! – ‚Aber Heiliger Vater, ich bin ein Sünder, eine Sünderin...’ Er vergibt dir! Er geht euch entgegen! Frohe Ostern, und vergesst nicht, für mich zu beten! Jesus segne euch, und die Gottesmutter beschütze euch!“