Eine weitere Etappe auf dem Weg zur Seligsprechung

Papst Franziskus erkennt heroischen Tugendgrad an

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 216 klicks

Am Montag erkannte Papst Franziskus für fünf Frauen und zwei Männer den heroischen Tugendgrad an, eine wichtige Etappe in einem laufenden Seligsprechungsprozess, ohne die der Prozess nicht weitergeführt werden kann. Unter „heroischem Tugendgrad“ versteht die Kirche, dass die entsprechende Person in vorbildlicher Weise die christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung unter den dementsprechenden Umständen gelebt hat. Mit diesen drei auf Gott verweisenden Tugenden müssen die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Klugheit, Tapferkeit und Mäßigung, sowie die vom Evangelium hergeleiteten Tugenden Demut, Armut, Keuschheit und Gehorsam einhergehen.

Das Verfahren der Selig- und Heiligsprechungen geht auf ein vierbändiges Werk von Benedikt XIV. (1740-1758) zurück, der darin das bisher gültige Konzept der heroischen Tugenden entfaltet. Die Kirche sieht in den heroischen Tugenden das Wirken und das Geschenk des Heiligen Geistes und seine Kraft, die durch die Person sichtbar wird, nicht den Ausdruck einer menschlichen Leistung.

Ebenso erkannte der Papst das Martyrium eines Priesters an, Pedro de Asúa Mendía (1890-1936), der während des Spanischen Bürgerkriegs ermordet wurde.

Bei den anerkannten Glaubenszeugen handelt es sich um Priester und Ordensmitglieder des 19. und 20. Jahrhunderts aus Italien, Spanien, Malta, Brasilien und Argentinien.

Papst Franziskus unterzeichnete die Dekrete während einer Audienz mit dem für Selig- und Heiligsprechungen zuständigen Kardinal Angelo Amato.