"Einer von uns" erfüllt die erste von zwei Auflagen der europäischen Kommission

Nach positiver Resonanz auf dem Eucharistischen Kongress in Köln hofft die Organisation auf ansteigende Unterschriftenzahlen auch in Deutschland

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 472 klicks

Am 18. Oktober 2011 stellte der Europäische Gerichtshof höchstrichterlich fest, dass der Mensch ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein Mensch ist. Seitdem müssen das Leben und die Würde des menschlichen Embryos von Seiten des EU-Rechts geschützt werden; jedoch ist dieser Schutz bisher noch nicht garantiert.

Um diesen durchzusetzen, wurde die europaweite Initiative „Einer von uns“ ins Leben gerufen (Originaltitel „One of us“), die die Bevölkerung dazu aufruft, sich mit Unterschriftenaktionen an der Durchsetzung der Garantie auf Schutz des ungeborenen Lebens zu beteiligen. Die Initiative fordert, dass die EU sämtliche Finanzierungen einstellt, die Projekte im Bereich der Forschung (Forschung mit embryonalen Stammzellen, Klonen), Entwicklungspolitik und des öffentlichen Gesundheitswesens (Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle unter dem Begriff der „sexuellen und reproduktiven Gesundheit“) unterstützen, bei denen menschliche Embryonen getötet werden. Bisher haben bereits 520.148 von 1.000.000 EU-Bürgern unterschrieben, und die Zahlen steigen stetig.

Damit konnte die europäische Bürgerinitiative ihr erstes Ziel erreichen: sieben europäische Mitgliedstaaten haben die Zahl an Unterschriften eingereicht, die von der Europäischen Kommission verlangt werden. Davon haben die Niederlande 100,25 Prozent der erforderlichen Unterschriften eingereicht, Österreich 202,39 Prozent, Italien 287,52 Prozent, Polen 267,29 Prozent, die Slowakei 184,14 Prozent, Spanien 101, 26 Prozent und Ungarn 291,59 Prozent. Das zweite Ziel ist gleichzeitig auch die zweite Bedingung der Europäischen Kommission: bis zum 1. November 2013 aus allen derzeit 27 EU-Mitgliedstaaten 1.000.000 Unterschriften einzureichen. In Deutschland liegt das geforderte Minimum bei 75.000,von dem bislang ein Viertel zusammengekommen ist.

Auch bei dem soeben zu Ende gegangenen Eucharistischen Kongress in Köln bekam die europäische Bürgerinitiative positive Resonanz. 20 Freiwillige verteilten Flyer und sammelten Unterschriften für den Schutz des Lebens des menschlichen Embryos und konnten gerade unter jungen Erwachsenen eine große Aufgeschlossenheit für das Ziel der Initiative feststellen. Besondere Unterstützung bekommt die Initiative auch von Papst Franziskus, der bereits im vergangenen Monat, am 12. Mai, nach dem sonntäglichen Regina-Caeli-Gebetes, die Bedeutung der Bürgerinitiative unterstrich und in diesem Zusammenhang die Teilnehmer des „Marsches für das Leben“ begrüßte, der an ebenjenem Vormittag in Rom stattfand. Bereits als Erzbischof von Buenos Aires trat Papst Franziskus für den Schutz des ungeborenen Lebens ein und war schon damals ein Unterstützer der Organisation von Pro-Life.

Die Initiative „Einer von uns“ kann über die Internetseite www.1-von-uns.de unterstützt werden. Neben aktuellen Informationen findet man hier die Möglichkeit, das Unterschriften-Formular herunterzuladen.