Eines der lebendigsten Klöster Europas am Scheideweg

"Juwel" Kloster Benediktbeuern e.V. gegründet

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BENEDIKTBEUERN/AUGSBURG, 14.November 2009 (ZENIT.org).- Das Kloster Benediktbeuern steht am Scheideweg. Die Zukunft des Klosters und damit die in ihr beheimatete und weithin anerkannte Jugend- und Bildungsarbeit ist gefährdet, erklärte Prof. Dr. Norbert Wolff SDB heute gegenüber ZENIT. "Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos wird zahlenmäßig kleiner und erlebt gleichzeitig einen in den letzten Jahrzehnten nicht gekannten Renovierungs- und Restaurierungsstau", so der Ordensmann. In den nächsten 10 Jahren brauchen die Ordensleute rund 10 Millionen Euro, eine Last, die sie alleine nicht mehr tragen können. Aus diesem Anlass wurde der Verein JUWEL Kloster Benediktbeuern e.V. gegründet. Juwel steht für: Jugend wertvoll leben - Verein zum Erhalt des Klosters Benediktbeuern.

Ziel des Vereins ist es, die Salesianer mit Hilfe möglichst vieler Menschen zu unterstützen, um dieses unschätzbare Juwel den Jugendlichen und der ganzen Region erhalten zu können.

Am Freitag, 13. November 2009, präsentierte sich der Verein, der am 10. Oktober diesen Jahres gegründet worden war, erstmals der medialen Öffentlichkeit. 1. Vorsitzender ist Alfons Siefritz, im Hauptberuf Director Finance im Verlag des Burda-Konzerns. Siefritz betonte, der Verein wolle insbesondere durch die Mobilisierung einer breiten Öffentlichkeit um Unterstützung werben. "Das Kloster ist ein Juwel und das, was die Salesianer hier entwickelt haben, ist gerade heute für unsere Gesellschaft so notwendig: Es geht darum, jungen Menschen Werte und Glauben zu vermitteln und ihnen Selbstwert zu geben. Die Salesianer wollen, dass das Leben junger Menschen gelingt und sie tun dies hier in einer Vielzahl von verschiedenen Einrichtungen, die alle ineinander greifen. So was wie Benediktbeuern gibt es in ganz Europa nicht noch einmal." Mit dieser Aussage bestätigte Siefritz, was schon der Regierungspräsident von Oberbayern, Christoph Hillenbrand, bei der Gründungsversammlung von JUWEL vor den 40 Gründungsmitgliedern gesagt hatte: Benediktbeuern sei "ein weit ausstrahlendes geistiges Zentrum religiöser Bildung, Wissenschaft, Umwelt und Kultur."

Besonders belastet ist die Ordensgemeinschaft durch die Baulast des Klosters, das derzeit einen Restaurierungs- und Renovierungsstau erlebt, wie es ihn selten gegeben hat. "Und wir bekommen dafür keine Mittel aus dem Kirchensteuertopf", betonte der Direktor des Klosters, Pater Claudius Amann. Er unterstrich, wie froh er um das Engagement des Vereins sei. "Benediktbeuern ist wirklich ein Wertebiotop", sagte er. "Die vielen tausend jungen Menschen, die jedes Jahr in unsere Einrichtungen kommen, erleben hier lebendige Tradition, Schönheit der Landschaft und der Kultur und sie erleben Menschen, die wirklich wollen, dass ihr Leben gelingt. Und die Gründer von JUWEL wollen, dass das so bleibt." Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, dass jeder Mann und jede Frau helfen können soll, auch mit kleinen Beträgen. Zwei erste Projekte stehen zunächst im Vordergrund: die Sanierung der Hauskapelle des Klosters und die Refinanzierung der Brandschutzmaßnahmen für die Jugendherberge. Für beides zusammen brauchen die Ordensleute rund eine Million Euro. JUWEL soll es möglich machen.

Das Spendenkonto von Juwel ist eingerichtet bei der Sparkasse Bad Tölz, Konto 111.06614., BLZ 700.54306.