Einweihung der neuen Kirche in Novi di Modena

Eine Spende von Telepace an die Erdbebenopfer

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Rom, 16. August 2012 (ZENIT.org). - Anläßlich des Festes der Aufnahme Mariens in den Himmel wurde in Novi di Modena eine Holzkirche für die Erdbebenopfer eingeweiht. Die Holzkirche ist eine Spende von Telepace.

Novi di Modena zählt zu den vom Erdbeben am 29. Mai 2012 mit am stärksten betroffenen Gebieten. Don Ivano Zanoni, Pfarrer der Gemeinde, erklärte in einem Interview gegenüber Radio Vatikan am 15. August, dass das Erdbeben nicht nur die Gemeindekirche vollständig zerstört, sondern auch die Gemeindemitglieder tief in ihrer Seele erschüttert habe. Der Mensch fühle sich angesichts dieser unglaublichen Naturgewalt wie eine kleiner Wurm. Doch die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Mitmenschen sowie die Spende der Holzkirche, die Maria, dem Stern der Evangelisation und dem seligen Johannes Paul II. geweiht ist, gäben ihnen allen neue Hoffnung. Die neue Kirche füge sich so gut in das Stadtbild ein, als hätte sie immer schon dort gestanden.

Die Aufnahme Mariens in den Himmel sei das Hauptpatrozinium der Diözese, und deshalb habe Mariä Himmelfahrt für die Gemeinde eine besondere Bedeutung. Ihnen sei es wichtig gewesen, das Fest traditionell mit der Messe um 8.00 Uhr sowie der sich daran anschließenden Prozession und Segnung begehen zu können. „Mit dieser feierlichen Messe können wir wahrhaftig sagen, unser Leben in die Hände der Madonna gelegt zu haben und ihr anzuvertrauen“, erklärte Don Ivano Zanoni.

Nach dem Erdbeben habe die Gemeinde zunächst die Messe unter freiem Himmel gefeiert, dann in der Pfarrschule. Mit der Zeit sei der Wunsch aber immer stärker geworden, die Eucharistie an einem geeigneten Ort feiern zu können. Die Gebete wurden erhört: Heute steht in Novi di Modena eine 22 Meter auf 10 Meter große Kirche, die mehr als 250 Personen fasst. „Ich glaube, das ist ein schönes Zeichen der Hoffnung, auch für die anderen Gemeinden.“, so Don Ivano Zanoni. Und er führt weiter aus: „Wir wollen die Madonna bitten, uns vor Mutlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit zu bewahren, und uns stattdessen Kraft, Hoffnung und Liebe zu geben.“

Die Gemeinde müsse Aufbauarbeit im wörtlichen und übertragenen Sinne leisten. Moralische und spirituelle Stärke seien erforderlich. Don Ivano Zanoni erklärte gegenüber Radio Vatikan: „Mir lag daran, der Gemeinde zu vermitteln, dass man die Madonna darum bitten muss, uns zu zeigen, was wahrhaftig grundlegend und wichtig für unser Leben ist, wessen wir unbedingt bedürfen, und das ist der Herr.“ [bd]