EJKG verurteilt Rassismus, Antisemitismus und Gewaltaufrufe in all ihren Formen aufs Schärfste

Antisemitische Stimmen in der Schweiz

Rom, (ZENIT.org) Redaktion | 281 klicks

Die Evangelisch-Jüdische Gesprächskommission (EJGK) sprach sich in einer heutigen Pressemitteilung ausdrücklich gegen „antijüdische Äußerungen und Gewaltaufrufe gegen Schweizer Juden“ aus und „verurteilt Rassismus, Antisemitismus und Gewaltaufrufe in all ihren Formen aufs Schärfste“.

Im Internet und sozialen Netzwerken seien im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Gaza-Zone antisemitische Kommentare geäußert worden. Die EJGK merkte an, dass die „Vehemenz und Aggressivität für die Schweiz neu sind“.

Besorgt zeigt sich die EJKG auch über die jüngsten Entwicklungen in Frankreich und Deutschland. Zur Prävention seien deshalb „nicht nur sachliche Informationen in Schul- und Berufsbildung über die Hintergründe der Ereignisse in Israel/Gaza vonnöten, sondern auch der beharrliche und präventive Einsatz von Politik und Gesellschaft für die soziale Inklusion und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Antisemitismus und anderen menschenverachtenden Ideologien muss konsequent der Nährboden entzogen werden.“

Die EJKG fordert eine differenzierte Sicht des Gaza-Kriegs und ruft „die Menschen in der Schweiz auf, durch Dialog und sachliche Information dem Frieden in Israel/Palästina zu dienen“.

Die EJGK wird vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) und dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) getragen. Im Vorfeld des 50. Gedenkjahres der Reichspogromnacht gegründet, leistet sie seit 1987 Studien-, Verständigungs- und Dialogarbeit zwischen der jüdischen Gemeinschaft und den reformierten Kirchen in der Schweiz.