EKD-Ratsvorsitzender trifft Papst Franziskus

Erste Privataudienz für einen Deutschen bei neugewähltem Papst

Rom, (ZENIT.org) | 561 klicks

Im Rahmen seiner Romreise vom 6. bis 9. April wird der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, am Montag, 8. April, mit Papst Franziskus zusammen treffen. Es ist die erste Privataudienz für einen Deutschen bei dem neugewählten Papst.

Anlass der Romreise ist ein lange verabredetes Konzert, das die EKD der Deutschen Botschaft am Heiligen Stuhl zum Geschenk macht: Am Montag, dem 8. April, erklingen ab 18 Uhr Melodien und Texte von Martin Luther und Paul Gerhardt, aber auch von modernen Komponisten, vorgetragen vom Vokalquintett „Thios Omilos“ in den Räumen der Botschaft. Es sei ein schöner Zufall, dass das Konzert, das einen „Nachklang“ zum Themenjahr „Reformation und Musik 2012“ bilde, in diesem Frühjahr stattfinde, sagte Nikolaus Schneider im Vorfeld der Reise: „Die vergangenen Wochen waren in Rom ja durchaus aufregend. Ich bin gespannt auf alle Gespräche und Begegnungen im Vatikan und darüber hinaus.“

Am Samstagabend, dem 6. April, steht ein Besuch der Gemeinschaft Sant’Egidio auf dem Programm. Am Sonntag, dem 7. April, ist Nikolaus Schneider zu Gast in der deutschsprachigen Evangelisch-Lutherischen Christusgemeinde (Via Toscana 7, 00187 Rom) und wird im Gottesdienst um 10 Uhr die Predigt halten. Am Montagnachmittag findet eine Begegnung mit Vertretern der Waldenser (Chiesa Evangelica Valdese) und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) statt, bei der die gemeinsame Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 im Mittelpunkt steht. Im Vatikan wird Nikolaus Schneider außerdem mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch, sowie mit Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, zusammenkommen.