Elisabeth von Reute (1386-1420)

Tertiarin und Mystikerin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 248 klicks

Elisabeth Achler, auch die „Gute Beth“ genannt, wurde am 25. November 1386 in Waldsee geboren. Sie wuchs in einem sehr frommen Umfeld auf. Elisabeth interessierten von allem die Geschichten von Jesus und die Fürsorge für die Armen. Im Alter von 17 Jahren zog sie mit vier weiteren Frauen in eine neu errichtete Klause nach Reute. Zu diesem Schritt hatte ihr ihr geistlicher Berater, der Augustinerchorherr Konrad Kügelin (1364-1428), geraten, der 1421, nach dem Tod von Elisabeth, auch ihre Lebensvita verfassen sollte.

Die Frauen lebten in der Klause in Reute nach der Regel des heiligen Franziskus in Armut, Abgeschiedenheit und in das Gebet vertieft. Im Kloster kümmerte sich Elisabeth zunächst um die Küche und versorgte die Armen, die um eine Gabe baten. Elisabeth widmete sich auch dem Weberhandwerk, das sie von zu Hause her beherrschte. Ihre Eltern waren Weber.

Ihr Biograph, Konrad Kügelin, berichtete in der „Vita der Elsbeth Achler von Reute“, dass sich Elisabeth ganz in das Leiden Jesu vertieft habe und mit Wundmalen gezeichnet gewesen sei. Sie führte ein Leben in Meditation, Gebet und Arbeit und unter härtesten Kasteiungen. Zwölf Jahre nahm sie nichts zu sich und lebte nur von der Eucharistie.

Im Alter von nur 34 Jahren starb Elisabeth von Reute am 25. November 1420. Sie wurde am 19. Juni 1766 durch Papst Clemens XIII. seliggesprochen.

Auch heute noch sind die Franziskanerinnen in Reute aktiv, die ihr Leben dem Motto folgend „Aufbrechen – immer wieder neu beginnen – unterwegs bleiben“ gestalten. Bis in die heutige Zeit ist Elisabeth von Reute ein Vorbild für die Schwestern, „die Leiden Christi in besonderer Weise ernst genommen und daraus einen Lebensauftrag abgeleitet zu haben.“ Soziales Engagement, die Pflege kranker, behinderter und alter Menschen, die Arbeit in Hospizen, in der Bahnhofsmission, in der Pastoral und Bildung, Hauswirtschaft, Verwaltung und handwerklichen Berufen zählen zum Alltag der Franziskanerinnen, die in Deutschland, Indonesien und Brasilien tätig sind.