Emygdius (nach 250-303)

Erster Bischof von Ascoli Piceno und Märtyrer

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 275 klicks

Emygdius wurde in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts in Trier geboren. Nachdem er zum Christentum bekehrt worden war, entschloss er sich, sein Leben in den Dienst des Herrn zu stellen und wählte den Priesterberuf. Er wurde von Papst Marcellus (308-310) in Rom zum ersten Bischof von Ascoli Piceno geweiht und zur Mission entsandt. In seiner Diözese musste Emygdius die Kirche neu ordnen und den christlichen Glauben festigen. Dem Heiligen gelang es, viele Menschen zum christlichen Glauben zu bekehren.

Unter Kaiser Diokletian erlitt er im Jahr 303 das Martyrium in Ascoli Piceno. Der Heilige soll nach der Enthauptung sein Haupt noch 300 Meter bzw. nach einer anderen Version einen Kilometer weit getragen haben. Am Ort seines Martyriums wurde eine Kirche errichtet, die später durch den „Tempietto di Sant'Emidio rosso“ ersetzt wurde. Der „Tempietto“ (wörtlich „Tempelchen“) wurde 1633 auf Wunsch des Bischofs Sigismondo Donati errichtet. Unter dem Altar liegt der Stein, auf dem Emygdius am 5. August 303 enthauptet worden sein soll. 1050 wurden seine Gebeine in die Kathedrale seiner Diözese überführt.